Bruns und Heyber mit wichtigen Toren

Wieder im Plus dank Kelm – 30:20

+
Stets auf dem Posten: Rotenburgs Yannick Kelm ließ Elsfleth mit seinen Paraden verzweifeln.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Den Diver sparte er sich lieber. Aus dem Hintergrund schaute sich Yannick Kelm an, wie seine Mitspieler – traditionell nach einem Heimsieg – bäuchlings dem eigenen Publikum entgegenrutschten. Schließlich hatte der Keeper des TuS Rotenburg ja auch zuvor schon oft genug vollsten Körpereinsatz demonstriert. Kelm war mit seinen Paraden ohne Frage der Mann des Spiels beim 30:20 (11:10)  gegen den Elsflether TB vor fast 300 Zuschauern in der Pestalozzihalle gewesen.

Durch den dritten deutlichen Heimsieg befindet sich der Aufsteiger punktemäßig wieder im Plus, überholte Elsfleth in der Tabelle und rückte mit 8:6 Zählern auf Platz vier vor. „Es hat wieder Spaß gemacht“, brachte Routinier Johann Knodel die Partie auf den Punkt. Und Top-Goalgetter Lukas Misere, der trotz einiger Fehlversuche wieder auf neun Tore kam, wusste, wem die Danksagung an diesem Abend galt: „Es war eine geschlossene Teamleistung, aber Yannick war natürlich super im Spiel und hat die Würfe von hinten weggenommen.“ Mehr als anderthalb Dutzend Paraden dürften es gewesen sein, vor allem Elsfleths Rückraumrechter Christopher Santen hatte immer wieder das Nachsehen gegen Kelm, ehe dieser in der 54. Minute seinen Kasten für den jungen Marten Kante räumte.

Im Duell zweiter abwehrstarker Teams setzte Rotenburg zunächst auf eine 5:1-Deckung mit dem vorgezogenen Klaas-Marten Badenhop. Als der Routinier jedoch in der 19. Minute seine zweite Zeitstrafe erhielt, blieb er fortan draußen. „Am Ende habe ich ihn nicht mehr gebracht, weil es hinten gut lief. Und da ist Klaas dann auch nicht unglücklich, wenn er am nächsten Tag keinen Muskelkater hat“, bemerkte Coach Nils Muche. Auch die 6:0-Abwehrformation funktionierte gegen Elsfleth später gut – zumal sich der Gastgeber auf seinen Keeper verlassen konnte.

Luka Bruns übernahm Verantwortung und brachte mit seinen Toren die frühe Vorentscheidung.

Nur eine Schwächephase gab es: Zwar gelang den Rotenburgern trotz doppelter Unterzahl das 6:4 durch Jens Behrens (12.), doch die von Jens Koch erzielte 10:6-Führung (22.) schmolz bis zur Pause auf ein Tor zusammen (11:10). „Dabei hatten wir es gefühlt doch gut im Griff“, wunderte sich Muche selbst. Wichtig war jedoch der gute Start in die zweite Hälfte, an dem vor allem Sören Heyber und Luka Bruns jeweils per Doppelpack entscheidend beteiligt waren. 

Jens Koch zeigte ein starkes Spiel in der Abwehr und als Spielmacher. Er erzielte zudem drei Tore.

Und die Defensive, denn bis zur 49. Minute gestattete Rotenburg dem Turnerbund aus dem Oldenburger Land nur zwei Treffer und zog selbst sein Tempospiel auf. „Luka hat Verantwortung übernommen und die Dinger reingeschossen, von Sören war das auch sehr gut. Er kommt schließlich nur ein Mal die Woche zum Training, seitdem er in Oldenburg bei der Polizei ist“, so Muche. 

Zeit für eine Pause: Klaas-Marten Badenhop, der gefoulte Jens Behrens, „Physio“ Klaas-Oliver Reichmann und „Co“ Maik Hoops (v.r.).

Und auch Spielmacher Jens Koch attestierte er „in der Abwehr und vorne ein sehr starkes Spiel.“ Spätestens mit Bruns´ Dreierpack zum 21:12 (46.) war die Partie entschieden. Elsfleth schwächte sich zudem noch selbst – Santen sah nach einem Griff in den Wurfarm von Jens Behrens Rot (56.).

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Amsterdam schränkt Kiffer und Rotlicht-Tourismus ein

Amsterdam schränkt Kiffer und Rotlicht-Tourismus ein

Drama in Volkmarsen: Ökumenischer Gottesdienst 

Drama in Volkmarsen: Ökumenischer Gottesdienst 

Drama in Volkmarsen - Auto rast bei Rosenmontagsumzug in Menschenmenge

Drama in Volkmarsen - Auto rast bei Rosenmontagsumzug in Menschenmenge

Kochen mit Matcha bringt Farbe ins Spiel

Kochen mit Matcha bringt Farbe ins Spiel

Meistgelesene Artikel

Sievers & Co. als Spielverderber

Sievers & Co. als Spielverderber

Hähner glänzt – doch am Ende überwiegt der Frust

Hähner glänzt – doch am Ende überwiegt der Frust

Boczek und Frenz kämpfen sich durch

Boczek und Frenz kämpfen sich durch

Galataugliche Pestalozzihalle

Galataugliche Pestalozzihalle

Kommentare