Ohne den Torjäger unterliegt Rotenburg mit 26:34

Wieder Rot – Misere ist fassungslos

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Trotz Spagat kommt Rotenburgs Keeper Matthis Köhlmoos an den Siebenmeter von Marten Franke nicht heran.

Bremen - Das Spiel befand sich noch in der Anfangsphase, da stand Lukas Misere bereits an der offenen Eingangstür zur Halle am Jakobsberg – den Trinkbecher in der Hand und noch fassungslos ob der Roten Karte, die er nach neun gespielten Minuten erhalten hatte.

Auch nach dem Abpfiff war das Unverständnis präsent, sodass der Linksaußen des TuS Rotenburg die Aussprache mit den Referees Hendrik Engelhardt und Tobias Meyer (VfL Fredenbeck) suchte. Ob die Oberliga-Handballer von der Wümme mit ihrem Goalgetter beim HC Bremen gewonnen statt mit 26:34 (12:16) verloren hätten, ist hypothetisch. Fakt ist aber: Die Unparteiischen nahmen ihnen früh eine der schärfsten Waffen weg.

„Natürlich haben sich alle über die Schiedsrichter geärgert. Das macht im Kopf schon etwas mit den Jungs“, meinte auch Trainer Nils Muche nach der zweiten umstrittenen Roten Karte in Folge, die Lukas Misere dieses Mal aufgrund einer Berührung bei einem Bremer Tempogegenstoß erhielt. Den Grund für die Niederlage suchte der Coach allerdings hauptsächlich bei seinen Mannen, insbesondere in der Deckung: „Wir haben das Spiel im Mittelblock verloren. Da waren wir zu passiv und haben keinen Zugriff bekommen.“ Das schnelle Spiel der Hansestädter um den sicheren Siebenmeterwerfer Marten Franke behagte den Gästen nicht. „Außerdem haben wir zu viel verworfen“, ergänzte Muche.

Bitter für die Hausherren: Franke verletzte sich kurz vor Schluss am Knie. Bitter für die Rotenburger: Die meisten Tore aus dem Spiel heraus warf der von ihnen umworbene Paul Schröder. Der aus Rotenburg stammende Linksaußen traf sechsmal, bereits in der 20. Minute übrigens per Kempa-Trick zum 10:7.

Bester Werfer bei der Muche-Sieben war Michel Misere, der auf zehn Treffer kam, sechs davon per Siebenmeter. Der Trainer hob derweil vor allem die Leistung von Tim Kesselring im Rückraum positiv hervor. Im Tor hatte er bereits nach wenigen Minuten Yannick Kelm durch Matthis Köhlmoos ersetzt. Der Youngster zeigte auch ein paar gute Paraden – die Initialzündung zur Wende vermochte er aber auch nicht zu geben. Sören Heyber verkürzte noch einmal auf 23:27 (50.), dann sorgte ein Dreierpack durch Jan Wiezorrek zum 30:23 für klare Verhältnisse (53.).

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