Früher JFV A/O/Heeslingen, heute bei Werder

Wie Viol als Trainer auch dem RSV hilft

Yannick Viol (l.) schaut nach rechts, während er über den Trainingsplatz von Werder Bremen läuft.
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Yannick Viol (l.) coacht nicht nur hauptverantwortlich die U14 bei Werder Bremen, sondern unterstützt auch Christian Brand bei der U19 als Co-Trainer.

Noch vor ein paar Jahren war Yannick Viol Trainer beim JFV A/O/Heeslingen. Dort coachte er unter anderem gleich vier Kicker des aktuellen Oberliga-Kaders des RSV.

Bremen/Heeslingen – Traumjob für Yannick Viol. Das 27-jährige Trainertalent zog beim Bundesligisten SV Werder Bremen ins Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) ein und betreut nach der U 13 nun die U 14. Für den Stader kein Neuland, spielte er doch von der U 14 bis zur U 19-Bundesliga als Torhüter beim Traditionsverein. Der Durchbruch zum Profi gelang nicht, den möchte Viol aber als Übungsleiter schaffen. Zu seiner Zeit als Coach beim JFV A/O/Heeslingen bildete er unter anderem auch vier Kicker aus dem Oberliga-Kader des Rotenburger SV aus.

Der Trainer mit DFB-Elite-Lizenz will talentierte Kicker ausbilden und fördern. Und das nicht nur in seiner U 14, die in der Verbandsliga spielt. Derzeit absolviert er zusätzliche Schichten und agiert sechs Mal wöchentlich an der Seite von Trainer und Ex-Profi Christian Brand, der die U 19-Bundesligamannschaft der Bremer betreut.

Beim Training unter der Woche saß kürzlich mit den Werder-Legenden Thomas Wolter und Frank Ordenewitz sowie Heiko Flottmann, dem U 15- bis U 17-Nachwuchs-Koordinator, viel Prominenz auf der Tribüne. Das Trio zeigt sich sehr angetan von Viols ambitioniertem Auftreten. „Yannick macht hier eine sehr gute Arbeit, er hat eine vielversprechende Zukunft vor sich“, lautet der Tenor aus der Runde.

Nach der Einstimmung mit dem Athletiktrainer Noah Thoma übernahm der Co-Trainer, ließ mit einer Gruppe ein „Drei gegen Drei plus Drei“ spielen. „Das war ein kognitiver Part mit viel Passspiel“, erklärt Viol, der genau drauf schaute, was seine Schützlinge machten und immer wieder coachend eingriff. Und das individuell auch auf Englisch: „Bent ist ein amerikanischer Gastspieler, bei ihm gehen Erklärungen besser auf Englisch“, sagt der Coach.

Der Sprung ins NLZ von Werder Bremen

Dem 27-Jährigen ist anzumerken, dass er in eine Welt eintaucht, die er sich immer gewünscht hat. Natürlich profitiert er von der Zusammenarbeit mit einem so erfahrenen Coach wie Christian Brand. Das Duo arbeitete bereits in der vergangenen Saison zusammen. „Ich verstehe mich super mit Christian, wir sind auf einer Wellenlänge. Er bringt eine große Erfahrung als Profi und Trainer mit. Davon lerne ich täglich. Ich möchte den Fußball auch aus einer anderen Sichtweise erfahren“, unterstreicht Viol. Auch der ehemalige Profi weiß, was er am 27-Jährigen hat. Viol arbeitete auch beim ehemaligen JFV A/O/Heeslingen bereits sehr erfolgreich und betreute dort unter anderem die U 17 in der Regionalliga. „Yannick hat sehr viel Fußball-Sachverstand und kann um die Ecke denken. Der ist mega motiviert, kreativ und innovativ. Das ist schon ein Guter. Ich arbeite total gerne mit ihm zusammen“, lobt Brand.

Dass es Viol ins NLZ schaffte, hatte schon etwas mit „Spiel“-Glück, aber auch mit alten Freundschaften zu tun. Der nie abreißende Kontakt zu Thorsten Bolder, seinem ehemaligen U 15-Trainer und heutigen sportlichen Leiter für den Grundlagen und Aufbaubereich, öffnete ihm die Tür. Die früheren sportlichen Schattenseiten sind längst vergessen. „Thorsten hat mich in der U 15 eine ganze Saison auf der Bank schmoren lassen. Das war hart. Doch auch aus der Zeit habe ich viel mitgenommen. Er ist längst zu meinem engsten Vertrauten geworden. Der Kontakt ist nie abgerissen, immer wieder haben wir uns ausgetauscht und sind schon mal Essen gegangen“, erzählt Yannick Viol.

Sie halten große Stücke auf Yannick Viol: Jan Friesen, Max Friesen, Peter Bolm und Luca Althausen spielten einst beim JFV A/O/Heeslingen unter ihm. Jetzt kicken sie für den Rotenburger SV in der Oberliga.

Dann sorgte der 57-Jährige für Freudensprünge, bot seinem jungen Freund eine Stelle als U 13-Trainer an. „Ich habe Yannick als Spieler und als aufstrebenden Trainer beim JFV A/O/Heeslingen erlebt und beobachtet. Den hatte ich immer auf dem Schirm und habe ihn dann ins NLZ geholt“, verrät Bolder, der sich vom Auftreten des Nachwuchstrainers begeistert zeigt. „Yannick ist fleißig, hat viele Ideen und denkt 24 Stunden an Fußball. Er hat vorher mit älteren Spielern gearbeitet. Die Umstellung auf talentierte Kids ist ihm schnell gelungen.“

Dass das Trainertalent immer brennt, sich optimal auf die Arbeit vorbereitet, ist sein Anspruch. „Es ist egal, ob ich eine U 19-Bundesliga- oder eine Mannschaft aus der 1. Kreisklasse trainiere. Ich bin immer top vorbereitet, sorge für gute Trainingsinhalte und würde nie sagen: ,Spielt einfach drauf los‘“, bemerkt Viol, der das U 19-Training gerne auf Platz zehn absolviert. Denn er weiß, dass das „Grün“ etwas Besonderes hat und als gutes Omen zu sehen ist, was seine Zukunft angeht. Dort machten „König“ Otto Rehhagel und Trainerlegende Thomas Schaaf täglich ihre Profis fit für den Bundesliga-Alltag und unglaubliche Erfolge.

Viol traut Luca Althausen höhere Aufgaben zu

Nachhaltige Spuren hat der 27-Jährige beim JFV A/O/Heeslingen bereits hinterlassen. Dort entwickelte er viele Talente zu guten Spielern. Auch der Rotenburger SV profitiert davon und hat mit Luca Althausen, Peter Bolm, Jan und Max Friesen ambitionierte Oberliga-Kicker, die allesamt unter Viol trainierten. „Yannick arbeitet sehr professionell und leidenschaftlich, sein ganzes Leben ist auf Fußball ausgerichtet. Der hat uns sehr geformt und besitzt eine sagenhafte Siegermentalität. Ich bin mir sicher, dass er die Hürden im NLZ nehmen wird“, lobt Stürmer Jan Friesen. Die Aussagen kann das restliche Trio unterstreichen.

„Ich bin mit vielen Jungs noch in Kontakt. Max, Jan und Luca haben sich hervorragend entwickelt. Das Potenzial von Peter ist enorm“, hebt Viol hervor. Und was ist für Luca Althausen sportlich drin? „Die Regionalliga geht auf jeden Fall. Und in die dritte Liga kann er auch reinrutschen. Doch ich bin zu weit weg, um das realistisch zu bewerten“, sagt Yannick Viol, der möglichst schnell seine A-Lizenz machen möchte.

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