41-Jähriger kehrt im Pokal erstmals als Gegner zurück / „Wir ticken ähnlich“

Wie viel Duray steckt noch im RSV?

Wenn Benjamin Duray (r.) spricht, hört auch Tim Ebersbach (l.) genau zu – wie im Sommer bei der Trainergemeinschaft.
+
Wenn Benjamin Duray (r.) spricht, hört auch Tim Ebersbach (l.) genau zu – wie im Sommer bei der Trainergemeinschaft.

Rotenburg – Die These ist schwer zu widerlegen: Kein anderer Trainer – außer der seit 2017 amtierende Tim Ebersbach – kennt den Rotenburger SV so gut wie Benjamin Duray. Von 2012 bis 2014 hatte er die Fußballer von der Wümme gecoacht, Spuren hinterlassen und ist seitdem regelmäßig zu Gast im Ahe-Stadion. Am Mittwoch (19 Uhr) kehrt er erstmals als Gegner zurück – in der Qualifikationsrunde des NFV-Pokals mit seinem neuen Verein FC Hagen/Uthlede. Dabei stellt sich die Frage: Welchen der beiden Oberliga-Clubs kennt Duray besser? Und: Wie viel Duray steckt noch im RSV?

In Hagen ist der 41-Jährige vor einer Woche kurzfristig eingestiegen, hatte am Wochenende bei seinem Debüt kaum personelle Veränderungen vorgenommen und trotzdem fast eine Überraschung geschafft. Erst kurz vor Schluss gelang dem Spitzenreiter SC Spelle-Venhaus der 2:1-Siegtreffer. „Ich habe mich da relativ schnell eingelebt, der Verein ist sehr bemüht“, betont Duray. Der A-Lizenz-Inhaber hatte seinerzeit neben Ebersbach auch die noch aktiven Christoph Drewes, Tobias Kirschke und Björn Mickelat beim RSV unter seinen Fittichen. „Vielleicht haben die Jungs aus meiner Zeit etwas mitgenommen – zumindest das Gute. Es war ja eine unheimlich intensive Zeit, die wir miteinander hatten“, erinnert sich Duray.

„Er ist einer, der das Maximum rausquetscht und hat einen sehr hohen Anspruch – das habe ich von ihm übernommen, auch seine Akribie, seine Leistungsbereitschaft und seine Vorliebe, viel mit dem Ball zu trainieren. Er hat mich sehr geprägt“, sagt Ebersbach. Für ihn ist der nur anderthalb Jahre ältere Bremervörder mit Erfahrung im Profibereich (Hallescher FC, TSG Neustrelitz, Hebei China Fortune, Akhmat Grozny) eine Art Ziehvater, gegen den er nun erstmals antritt.

„Ich denke, ,Ebbe‘ ist ein cleveres Bürschchen. Er war schon immer jemand, der mehr als nur konsumiert hat, der immer eine aktive Rolle hatte“, gibt Duray das Kompliment zurück. In seinem ersten Jahr als Coach hatte Ebersbach sich auch sportwissenschaftlich von ihm begleiten lassen. Und ohnehin findet der Oytener: „Wir ticken sehr ähnlich. Deshalb denke ich, dass schon noch ein paar Prozent Benjamin Duray bei uns drinstecken.“

Ein Vorteil für den Neu-Hagener, der den RSV gegen den TB Uphusen und den Heeslinger SC diese Saison schon live gesehen hat? „Was heißt Vorteil? Ich kenne viele Spieler ja nicht mal persönlich, es ist doch mittlerweile eine völlig neue Konstellation. Da muss ich mich mit dem RSV genauso beschäftigen wie mit jedem anderen Gegner“, behauptet Duray.

Von Matthias Freese

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Wieder Inter! - Gladbach bangt um Weiterkommen in der Gruppe

Wieder Inter! - Gladbach bangt um Weiterkommen in der Gruppe

Real droht erstmals Vorrunden-Aus - Liverpool Gruppensieger

Real droht erstmals Vorrunden-Aus - Liverpool Gruppensieger

US-Präsidenten und ihre Vierbeiner

US-Präsidenten und ihre Vierbeiner

Macbook-Pro: Läutet Apples M1-Chip eine neue PC-Ära ein?

Macbook-Pro: Läutet Apples M1-Chip eine neue PC-Ära ein?

Meistgelesene Artikel

„Ich bin definitiv überzeugt von mir“

„Ich bin definitiv überzeugt von mir“

„Ich bin definitiv überzeugt von mir“
Fußballer Deniz Kadah: „Ich denke noch nicht ans Aufhören“

Fußballer Deniz Kadah: „Ich denke noch nicht ans Aufhören“

Fußballer Deniz Kadah: „Ich denke noch nicht ans Aufhören“

Kommentare