NFV für Fortführung des Spielbetriebes

Erste Vereine und Kreise machen dicht - Wie lange bleiben die Kabinen noch offen?

Louis Kirmeier hängt in der Kabine des Rotenburger SV ein Trikot auf.
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Hier gilt die 2G-plus-Regelung: Der Zutritt ist also nur noch für Spieler – wie hier Louis Kirmeier in der Kabine des Rotenburger SV – erlaubt, die geimpft oder genesen sind und einen negativen Testnachweis vorzeigen.

Aktuell wird viel diskutiert. Wird der Spielbetrieb noch bis Mitte des Monats durchgezogen oder kommt wie in einigen anderen Kreisen das vorzeitige Aus?

Rotenburg – Schließen sich Rotenburgs Fußballer nun auch dem Hallensport und den Kreisen Cuxhaven, Celle und Heidekreis an und unterbrechen oder wird der Spielbetrieb die letzten rund zwei Wochen noch durchgezogen? In einem Schreiben an die Vereine hat der NFV am Dienstag zumindest eindeutig Stellung bezogen: „Vor dem Hintergrund des nachweislich geringen Infektionsrisikos an der frischen Luft hat sich der Niedersächsische Fußballverband für die mögliche Fortführung des Spielbetriebes im Freien – unter Einhaltung aller Hygienevorgaben – entschieden.“ Die Meinungen dazu sind geteilt unter den Vereinen im Altkreis.

„Da sollte sich ab Mittwoch, (wenn die Warnstufe 2 kommt), auch der Fußballverband dran halten und in die Winterpause gehen!“, fordert etwa Thomas Holzkamm unter einem Beitrag unserer Zeitung auf Facebook. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen des TV Sottrum entschied der Fußballabteilungsleiter daher: „Wir stellen den gesamten Sportbetrieb ein.“ Heißt: Kein Training und keine Spiele mehr. Betroffen davon ist auch die Bezirksliga-Partie der Herren gegen den SV Ippensen, mit denen Holzkamm bereits gesprochen hat: „Wir sind beide der Meinung, das Spiel nicht zu spielen und es ins neue Jahr zu legen.“ Er warte nun auf die Bestätigung des Bezirks Lüneburg, der sich im Vergleich zum Bezirk Weser-Ems noch nicht für eine sofortige Winterpause entschieden hat.

Ähnlich verfährt man beim Kreisligisten SG Westerholz/Hetzwege. „Wir gehen ganz klar auf Unterbrechung“, meint Mark Wulfmeyer. Der Obmann habe bereits mit dem Kreisvorsitzenden Uwe Schradick gesprochen, der darauf hinwies, dass der Spielausschuss am Donnerstagabend um 19 Uhr über das weitere Vorgehen berät. Sollte es weitergehen, könnte es bereits beim Auswärtsspiel des Kreisligisten gegen den TSV Karlshöfen am Samstag, den 11. Dezember, weitere Probleme geben. „Die haben inklusive der Kabinen alles dichtgemacht“, weiß auch Wulfmeyer und meint angesichts der Besprechungen, die auch bei schlechtem Wetter draußen stattfinden müssten: „Wenn du dir dann eine Erkältung zuziehst, wirst du auch doof angeschaut, weil alle denken, du hast Corona.“

Losgelöst davon findet das Training in Westerholz am Donnerstag allerdings noch einmal statt. Alle Spieler werden umgezogen zum Platz kommen. Die Umkleiden sollen auch anschließend aufgrund der 2G-plus-Regel möglichst nicht benutzt werden, um den Aufwand mit einer Testung zu vermeiden. Möglich sind laut NFV-Schreiben neben PCR- und PoC-Antigen-Tests auch die „Eigenanwendung vor Ort unter Aufsicht“ einer „vom Verein beauftragten Person“. Aber: „Dafür haben wir nicht die Leute und wenn wir Tests besorgen müssten, würde das auch wieder Geld kosten“, begründet Westerholz‘ Fußball-Chef die Entscheidung.

In Lars Neugebauer hat der Rotenburger SV hingegen einen Corona-Beauftragten, „der sich der Sache annimmt“, wie der Sportliche Leiter Torsten Krieg-Hasch erklärt. Er werde bei den noch anstehenden Trainingseinheiten und Punktspielen vor Ort die Testungen beaufsichtigen. Denn: „Aktuell planen wir weiter mit dem Spielbetrieb“, sagt Krieg-Hasch.

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