4:2 nach Unterstedter Blitzstart / Hannes Kettenburg mit zwei Lattentreffern

Wichern dreht das Derby für Bothel

Bothels Cedric Neuschwander (l.) und Unterstedts Vincent Wuttke (M.) gehörten zu den Besten auf dem Feld. Foto: Freese

Unterstedt - Von Matthias Freese. Es gab Redebedarf bei der SG Unterstedt. Direkt nach dem Abpfiff, noch auf dem Feld. Nach Intervention von Mittelfeldspieler Hannes Kettenburg erklärte Trainer Fabian Knappik also noch einmal ruhig und sachlich, was ihm am Heimauftritt seiner Kreisliga-Fußballer nicht gefallen hatte. Der TuS Bothel befand sich da längst in der Kabine, bester Laune wohlgemerkt. Im Derby war der Bezirksliga-Absteiger nach einem verschlafenen Auftakt noch aufgewacht und hatte am Ende mit einem 4:2 (2:2) alle drei Zähler mitgenommen.

Während sich Knappik nach seiner Ausführung aus beruflichen Gründen verabschiedete, fasste Kompagnon Uwe Delventhal die 90 Minuten zusammen: „Die ersten 20 Minuten waren richtig gut von uns. Dann kamen die Gegentore und ein Bruch. In der zweiten Halbzeit hat Bothel das Spiel kontrolliert und uns clever ausgeknockt.“ So bissig und aggressiv die Gastgeber in der ersten Phase noch attackiert hatten, so sehr zogen sie sich danach zurück, standen zu tief und verließen sich zu sehr auf die langen Bälle von Theo Kettenburg. Allerdings war auch zu spüren, dass die Ausfälle der verletzten Stammkräfte Florian Liszkowski, Leon Linke, Nisar Atris und des längerfristig im Ausland weilenden Lukas Tohoff kaum zu kompensieren sind. „Vor allem Leon hat uns mit seiner Geschwindigkeit gefehlt. Gegen die langsamen Innenverteidiger – das wäre sein Spiel gewesen“, wusste Delventhal. Doch auch so ging der Gastgeber in der dritten Minute in Führung, nachdem Kristan Baden frei zum Abschluss kam.

Bothel nahm erst allmählich den Kampf in der phasenweise rustikal geführten Partie an. „Da war ganz schön Pfeffer drin“, stellte Trainer Bodo Bosselmann fest. Besonders Christoph Meinke, der dieses Mal wieder offensiver agierte und häufig auf den linken Flügel auswich, bekam das zu spüren. Zweimal hintereinander fuhr ihm Christopher Hesse ordentlich in die Parade – der Unterstedter war mit der Gelben Karte noch gut bedient (32.).

Zu diesem Zeitpunkt hieß es bereits 2:2. Zunächst hatte Bothel dem Spiel eine Wende in nur zwei Minuten gegeben. Erst verwertete Cedric Neuschwander einen Querpass von Tim Beyer (25.), dann traf Kapitän Sebastian Wichern per Kopf zum 2:1 (27.). Einen langen Ball von Hesse nutzte Hannes Kettenburg zum schnellen Ausgleich, weil er Kevin Altmann versetzte und Keeper Moritz Meyer kleben blieb (30.). Doch auch Gegenüber Tim Genkel sah nicht gut aus, als er einen Schuss von Nico Schanowski nicht festhielt und Wichern das 3:2 gestattete (59.). Hannes Kettenburg hätte sein Team zurückbringen können, traf aber zum zweiten Mal nur die Latte (84.). So beendete Gianfranco Cusimano mit seinem 4:2 schließlich die Unterstedter Hoffnungen auf Zählbares.

„Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir nicht unverdient gewonnen, weil wir versucht haben, mehr Fußball als Unterstedt zu spielen“, meinte Bosselmann und lobte Flügelspieler Neuschwander: „Cedric hat die erste Hälfte etwas verschlafen, macht aber sein Tor und viele gute Sachen.“ Seinem Team steht nun am Samstag das Spitzenspiel gegen den SV Anderlingen (aufgrund des Torverhältnisses auf Platz eins vorgerückt) ins Haus.

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