Finale nach 30 Wochen ohne Pflichtspiel

Westerholz will den Pokal

Tabea Albers (Mitte) hat Erfahrung im Elfmeterschießen – sie steht auch Sonntag im Westerholzer Tor. 
Foto: Freese
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Tabea Albers (Mitte) hat Erfahrung im Elfmeterschießen – sie steht auch Sonntag im Westerholzer Tor. Foto: Freese

Westerholz – Die Situation könnte kaum kurioser sein. Statt zu elft dürfen sie nur zu sechst auflaufen. Statt 90 Minuten kommt es nur zum Elfmeterschießen. Statt Kondition ist vor allem Nervenstärke gefragt. 30 (!) Wochen nach ihrem letzten Pflichtspiel treten die Landesliga-Fußballerinnen des TuS Westerholz im Bezirkspokal an. Am Sonntag ab 13 Uhr in Melbeck wird auf der Sportanlage des SV Ilmenau das Finale unter strengen Hygieneauflaufen wegen der Corona-Pandemie ausgetragen.

„Für fünf Schüsse fährst du nach Ilmenau“, wundert sich auch der Westerholzer Manager Friedrich Rathjen. 105 Kilometer über die A 1 oder wahlweise 79 Kilometer über Land stehen also an. Der Halbfinalgegner und Ligarivale MTV Barum II verzichtet lieber, obgleich Melbeck für ihn quasi vor der Haustür liegt. Die Westerholzerinnen können sich ihren Endspiel-Kontrahenten zuvor noch angucken, wenn die SG Anderlingen/Byhusen gegen die SG Bröckel/Langlingen vom Punkt antritt.

Für Patrik Czichos, Coach der Blau-Weißen, ist es die Abschiedsvorstellung – er übernimmt ja künftig die Reserve des Männer-Kreisligisten Rotenburger SV II. Die Chance, Pokalsieger zu werden, lässt er sich nicht entgehen, auch wenn sein letztes Pflichtspiel mit dem Team mehr als ein halbes Jahr zurückliegt. Auch damals, am 1. Dezember, kam es – allerdings nach regulären 90 Minuten – im Pokal-Viertelfinale zum Elfmeterschießen bei der SG Nartum/Horstedt. Torfrau Tabea Albers ist auch dieses Mal wieder dabei – sie reist extra aus dem Urlaub an. Von den Torschützen sind Sarah Lucka, Marleen Delventhal und Nele Rathjen nicht im Team, allerdings die Schützin zum entscheidenden 4:2, Floris Meier. Ansonsten hat Czichos noch Delia Kollakowski, Anna-Lena Eggers, Sandra Koschker und Routinier Nadine Bassen nominiert, wie Rathjen verrät. Sie sollen bereits Sonntag erstmals auf dem Sportplatz geübt haben.

Schließlich wollen die Westerholzerinnen wenigstens den Bezirkspokal holen, nachdem sie sich als Landesliga-Erster gegen einen Oberliga-Aufstieg ausgesprochen hatten. „Das Risiko wollen wir nicht eingehen“, nennt Rathjen die personelle Lage als Grund für den Verzicht. „Es ist besser – auch wenn ich das früher nie gesagt hätte.“

Von Matthias Freese

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