Westerholz überwintert als Tabellenführer, der Kapitän übernimmt die Führung in der Torjägerliste

5:3 – Ostenfeld stürmt die Spitze

+
Jan Ostenfeld (2.v.r.) war nie auszuschalten und ein ständiger Unruheherd. Westerholz’ Stürmer traf drei Mal.

Westerholz - Von Matthias Freese. Das Positive vorweg: Der TuS Westerholz überwintert in der Fußball-Kreisliga an der Tabellenspitze. Der 5:3 (2:1)-Heimsieg gegen Schlusslicht TSV Bülstedt/Vorwerk förderte aber auch wieder einmal nicht zu übersehende Defizite zutage. „Die Nachlässigkeiten hinten verfolgen uns die ganze Hinrunde“, räumte Coach Peter Ludwig ein. Bärenstark war dafür erneut Goalgetter Jan Ostenfeld – nicht nur wegen seiner drei Tore.

„Überragend“, nannte auch Ludwig den Auftritt seines Kapitäns und verwies nach dessen Treffer zum 5:3, noch unhaltbar von Alex Vasilev abgefälscht, auf die Torjägerliste: „Jetzt hat er Dirk Haller überholt.“ In der Tat: Während es der Stürmer des SV Hamersen auf 14 Tore bringt, liegt Ostenfeld nach seinem Dreierpack gegen Bülstedt nun mit 15 Treffern allein in Führung. Der 28-Jährige, der morgen Geburtstag hat, versteht es nicht nur, sein Team in Szene zu setzen, sondern auch sich selbst.

„Wir hätten es wesentlich entspannter haben können“, wusste aber auch Ludwig. Dass seine Mannen vorne noch fahrlässig mit den zahlreichen Chancen umgingen, sei bei fünf Toren dahingestellt – die Offensive ist reif für die Bezirksliga. Doch hinten zeigten die Bülstedter, insbesondere Kevin Murley, Luca Pot d‘Or und Simon Loth, dem neuen Tabellenführer mehrfach seine Schwächen auf. Und das, obgleich der nach einem sehenswerten Heber von Hans Wahlers über Keeper André Schwarmann hinweg und einem Kopfballtor von Ostenfeld bereits mit 2:0 vorne lag (6./ 22.). Per Strafstoß verkürzte Daniel Reer, weil sich Oliver Demant von Loth verladen ließ und Keeper Torben Dittmer den Bülstedter von den Beinen holte. Referee Bernd Rössel (MTV Wohnste) beließ es bei Gelb (43.).

Unmittelbar nach der Pause schien Ostenfelds 3:1 die nötige Ruhe zu bringen (47.), doch fünf Minuten später hielt sich Dittmer im erneuten Duell mit Loth zurück und kassierte per Heber das 2:3. Und selbst, als Murley einen Wahlers-Freistoß mit dem Kopf ins eigene Tor verlängerte, war das keine Entscheidung (58.). „Klare Pässe, Konzentration“, mahnte Ostenfeld an, doch stattdessen legte Claas Riebesell Gegenspieler Joost Bellmann im Sechzehner – erneut verwandelte Reer und verkürzte auf 3:4 (84.). „Ich möchte da nicht drüber reden“, kommentierte Riebesell sein Foul schmunzelnd. Warum Schiedsrichter Rössel auf der anderen Seite beim Foul von Dennis Matys an Nils Rathje (86.) und von Vasilev an Rathje (90.+1) nicht auf den Punkt zeigte, bleibt sein Geheimnis. Doch letztlich machte Ostenfeld ja auch so alles klar.

„Wir haben immer eine Antwort gehabt“, bemerkte Ludwig. Er gestand jedoch auch: „Es war keine Offenbarung, es war ein Arbeitssieg. Aber wir gehen als Erster in die Winterpause – da gibt’s nichts zu jammern.“

Das könnte Sie auch interessieren

Intensives Training am Donnerstag

Intensives Training am Donnerstag

„Tag der Menschen mit Behinderungen“ auf dem Freimarkt

„Tag der Menschen mit Behinderungen“ auf dem Freimarkt

Nachgefragt: Das sind die beliebtesten Gewinne auf dem Freimarkt 

Nachgefragt: Das sind die beliebtesten Gewinne auf dem Freimarkt 

Diese Gewinne liegen beim Freimarkt voll im Trend

Diese Gewinne liegen beim Freimarkt voll im Trend

Meistgelesene Artikel

Avides Hurricanes erwarten Tabellenführer Panthers Osnabrück

Avides Hurricanes erwarten Tabellenführer Panthers Osnabrück

Hanna Schwertfeger mischt Herren-Kreisliga auf

Hanna Schwertfeger mischt Herren-Kreisliga auf

30:26 im Pokal – aber Badenhop muss büßen

30:26 im Pokal – aber Badenhop muss büßen

Potratz Matchwinner für Rotenburger SV gegen VfL Westercelle

Potratz Matchwinner für Rotenburger SV gegen VfL Westercelle

Kommentare