Spieler des Wochenendes

Vier Tore für die gute Laune: Nils Rathje ist wieder im Aufwind

Nils Rathje führt den Ball.
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Mit Drang nach vorn: Nils Rathje (am Ball) gehört zu den besten Stürmern der Kreisliga. Nach seinem Vier-Tore-Sonntag kommt er nun auf sieben Saisontreffer.

Stürmer werden an Toren gemessen ‒ das weiß auch Nils Rathje, der sich am Sonntag mit vier Toren aus einem kleinen Leistungstief geballert hat.

Westerholz – Vielleicht müsse er das noch einmal nachschlagen, aber eigentlich sei er sich recht sicher. „Vier Tore in einem Spiel habe ich in meiner Karriere noch nie geschossen“, sagt Nils Rathje. Und die erzielte der Stürmer der SG Westerholz/Hetzwege auch noch allesamt in einer Halbzeit – beim 6:1 in der Fußball-Kreisliga gegen den TSV Gnarrenburg. Hattrick inklusive. Nicht nur für Coach Ralf Milbrandt war Rathje damit der „Man of the Match“, zumal er auch noch die beiden Treffer von Jan Ostenfeld und Björn Banehr vorbereitete.

Mit seiner Ausbeute beschenkte sich der Angreifer auch noch selbst und nachträglich zu seinem 25. Geburtstag, den er tags zuvor begangenen hatte. „Jetzt bin ich kein Talent mehr, sondern einer der Alteingesessenen“, bemerkt er bezüglich seines Alters schmunzelnd. Dabei ist er durchaus froh, dass er endlich mal wieder geknipst und sein Torkonto auf sieben Treffer aufgestockt hat. „In den letzten zwei, drei Wochen fand ich mich selbst nicht so gut, da war ich in einem Leistungstief“, erzählt Rathje. Und da ein Stürmer nun mal auch an Toren gemessen wird, wirkte sich das auf sein Wohlbefinden aus, gesteht er: „Da geht man schon mit schlechterer Laune zum Training oder zum Spiel.“ Doch die ist spätestens seit Sonntag wieder deutlich besser, auch wenn Rathje findet, dass „ich von den Dingern ja zwei oder drei nur noch reinschieben musste. Wir haben schön über die Außen gespielt – und in der Mitte war immer einer frei.“ Ein Hattrick – erzielt zwischen der dritten und der 30. Minute – sei aber „auf jeden Fall“ etwas Besonderes. Und dass ihn Coach Milbrandt nach einer Stunde vom Feld nahm, war auch kein Problem für Rathje. „Da war so abgesprochen, die jungen Leute brauchen ja auch Einsatzzeiten.“

Wenn Westerholz/Hetzwege gewinnt, trifft auch Rathje stets

Auffällig ist: Bei den bisherigen drei Saisonsiegen hat Rathje stets getroffen – die Wahrscheinlichkeit eines Dreiers steigt offensichtlich deutlich, sobald der Stürmer netzt. „Das kann man vielleicht so sagen. Da besteht vielleicht ein Zusammenhang“, meint er. Insofern scheint die SG Westerholz/Hetzwege ein wenig auf seine Tore angewiesen zu sein, wenn es doch noch mit der Aufstiegsrunde klappen soll. „Noch sollte man die nicht abschreiben, auch wenn wir uns realistisch eher auf die Abstiegsrunde einstellen müssen“, sagt Rathje.

Zeit zum Training findet er allerdings künftig nicht mehr so oft. Nach seiner Piloten-Ausbildung mit begleitendem Studium ist er mittlerweile nach Hamburg gezogen, wo er bei Air Hamburg derzeit noch im Büro arbeitet. „Da ist es schwierig, jedes Training mitzunehmen“, verrät er. Zumal es sein großes Ziel ist, „dass es 2023 ins Cockpit geht“. Bis dahin kann Nils Rathje aber noch einige Male den „Überflieger“ für Westerholz spielen.

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