„Sofort voll durchgezogen“

Behrens ist nach seinem Kreuzbandriss wieder zurück

Mit der Rückkehr von Jan-Lüder Behrens hat sich auch der Erfolg beim TuS Westerholz wieder eingestellt. - Foto: Freese

Westerholz - Von Mareike Ludwig. Viel besser könnte es für Jan-Lüder Behrens momentan gar nicht laufen. Nicht nur, dass er vor zwei Wochen sein Comeback beim Fußball-Kreisligisten TuS Westerholz nach einjähriger Verletzungspause gefeiert hat – auch in der Uni stellte er sein Können unter Beweis. Der Student der Agrarwissenschaften hat in seiner Statistik-Prüfung gerade eine 1,0 hingelegt.

Im Anschluss machte er sich mit einem breiten Grinsen im Gesicht von Halle an der Saale auf die Heimreise, um am Sonntag wieder seine Fußballschuhe zu schnüren. Während der 325 Kilometer langen Fahrt sprach der 25-Jährige über seinen derzeitigen Lauf.

Herr Behrens, Glückwunsch zu Ihrer Traumnote. Sind Sie etwa ein kleiner Streber?

Jan-Lüder Behrens: Nein, gar nicht. Ich bin selbst total überrascht und weiß nicht, wie ich eine 1,0 geschafft habe (lacht).

Nach einem Jahr Zwangspause haben Sie vor zwei Wochen gegen den Heeslinger SC II erstmals nach Ihrem Kreuzbandriss wieder mitgespielt. Wie zehrend war die Zeit ohne Fußball?

Behrens: Am Anfang habe ich die Pause als gar nicht so schlimm empfunden. Nach einem Vierteljahr ging es aber los, dass ich unbedingt spielen und laufen wollte.

Was war das für ein Gefühl, den Ball wieder am Fuß zu haben?

Behrens: Ich war vorher richtig aufgeregt, das kannte ich so gar nicht. Nach zwei Minuten war die Nervosität aber wieder verflogen.

Sind Sie denn vorsichtiger ins erste Spiel gegangen?

Behrens: Nein, das darf man auch nicht. Dann ist die Verletzungsgefahr viel größer. Ich habe in den Zweikämpfen sofort wieder voll durchgezogen. Beim Schießen hat es sich anfangs nur noch etwas ungewohnt angefühlt.

Im zweiten Spiel ging es für Sie dann gleich über die volle Distanz. Haben die Kräfte überhaupt gereicht?

Behrens: Am Ende war ich richtig platt und hatte total Muskelkater. Ansonsten war ich sehr froh, dass ich keine Schmerzen im Knie hatte.

Und wie lautet das Fazit?

Behrens: Ich kann nicht meckern, schließlich bin ich immer noch ungeschlagen (lacht). Vier Punkte aus zwei Partien können sich sehenlassen.

Die Erfolgsbilanz der Mannschaft ist alles andere als positiv. Es sind nur vier Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz ...

Behrens: Das stimmt. Wir haben eigentlich einen anderen Anspruch. Jetzt müssen wir aufpassen, nicht doch noch unten reinzurutschen. Durch unser Verletzungspech war aber nicht mehr drin.

Ist sich das Team denn der prekären Situation bewusst?

Behrens: Wir wollen den Teufel mal nicht an die Wand malen. Wir haben auch noch ein Spiel weniger ausgetragen, dann sieht die Tabelle schon wieder anders aus.

Am Sonntag steht das Derby bei RW Scheeßel an. Überrascht Sie der dritte Tabellenplatz des Nachbarn?

Behrens: Damit war so nicht zu rechnen. Im Aufstiegsjahr sind aber alle noch total euphorisch, das zweite Jahr ist bekanntlich das schwierigste.

Bleiben Sie denn dem TuS Westerholz auch in der kommenden Saison treu?

Behrens: Auf jeden Fall. Die gesamte Mannschaft bleibt so zusammen. Dann greifen wir richtig an. Ich will doch mit Westerholz unbedingt aufsteigen.

Behrens’ Tipps

FC Ostereist./R. - FC Alfstedt/E. 1:2

TuS Tarmstedt - MTV Elm 1:1

SV Ippensen - TSV Gr. Meckelsen 3:1

TSV Gnarrenburg - Heeslinger SC II 0:2

RW Scheeßel - TuS Westerholz 0:1

MTSV Selsingen - TSV Karlshöfen 1:1

VfL Visselhövede - TV Sottrum 1:1

Vergangene Woche lag Oliver Norden (VfL Visselhövede) vier Mal von der Tendenz her richtig.

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