RSV-Reserve erst überfordert, dann mit Aufwind nach Edels Tor / Nitz zollt „Respekt“

Werna beim Debütantenball hinten eine Bank – trotz 1:2

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Patrick Werna (r.) löste in der Abwehr der RSV-Reserve manche prekäre Situation mit seiner Abgeklärtheit und Routine – so wie in dieser Szene gegen Hambergens Dennis Heineke. 

Rotenburg - Von Matthias Freese. Andrej Edel bestand darauf: „Das war mein Tor – wenn wir schon verlieren“, bemerkte der Stürmer des Rotenburger SV II nach dem Abpfiff halb scherzend, halb ernsthaft. Mit seinem Freistoß, den Mitspieler Dominik Reuter noch eine Richtungsänderung verpasst hatte, war ihm der Anschlusstreffer im Heimspiel der Fußball-Bezirksliga gegen den FC Hambergen gelungen (53.). Mehr noch: Das Tor brachte neues, dringend benötigtes Selbstvertrauen – wenngleich die Bemühungen des punktlosen Kellerkindes nicht mehr belohnt wurden und es beim knappen 2:1 (2:0) für die Gäste blieb.

„Respekt für diese zweite Halbzeit“, betonte Thorsten Nitz aus dem Rotenburger Trainer-Team, das dieses Mal ohne den verhinderten Chefcoach Bernd Santl auskommen musste. Doch nicht nur er fehlte. Allein sieben wichtige Akteure galt es zu ersetzen, „keine Mitläufer, sondern Stammspieler“, wie Nitz betonte. Und in der elften Minute schied mit Jewgenij Teichreb auch noch die dritte Säule der Viererkette mit Knieproblemen aus. Fortan blieb Dominik Reuter als einzige erfahrene Abwehrkraft, zu ihm gesellte sich Kapitän Patrick Werna, eigentlich als Sechser unterwegs. „Patrick fand ich vor allem in der zweiten Hälfte hinten überragend“, betonte Teammanager Thorsten Bruns, der das Coaching auf der Bank mit Henning Schwardt übernommen hatte.

Insbesondere auf den Außenpositionen fehlte es defensiv jedoch an Erfahrung, dort mühten sich Steffen Meier und Alexander Nitz nach Kräften. Für Nitz war es sogar der erste Startelf-Einsatz. Ebenso wie für den erst kürzlich von der SG Unterstedt gekommenen Jannis Schwarzkopf. Den „Debütantenball“ machte schließlich der Iraker Fadhil Mahdi Almeshrbawi komplett – seine Punktspielpremiere begann mit der Einwechslung in der elften Minute.

Bei so viel Umstellungen war es nicht überraschend, dass Favorit Hambergen dominierte und den Gastgebern im ersten Durchgang nicht eine Torchance gestattete. Die 2:0-Führung durch Florian Lütjen (8.) und Dennis Heineke (30.) war sogar noch schmeichelhaft. „Wir hätten uns auch über ein 0:3 oder 0:4 nicht beschweren können“, wusste Schwardt. „Aber wir haben das Beste daraus gemacht“, meinte Bruns. Insbesondere im zweiten Durchgang kamen die Rotenburger besser ins Spiel, da wirkte auch Erste-Herren-Leihgabe Waldemar Ott wesentlich agiler, während Hambergen spürbar die Puste und Kreativität abhanden kam. Schwarzkopf (61.), Reuter (71.), Edel (84.) und Almeshrbawi (86.) verpassten allerdings den durchaus möglichen Ausgleich.

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