3:1 im Derby der 1. Kreisklasse

Wenning durchkreuzt Demants Plan und sichert Helvesieks Flutlicht-Sieg ab

Augen zu und durch? Helvesieks Hendrik Wenning (l.) gewinnt hier das Kopfballduell gegen Arne Brockmann.
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Augen zu und durch? Helvesieks Hendrik Wenning (l.) gewinnt hier das Kopfballduell gegen Arne Brockmann.

Ostervesede – Der Samstagabend ist nichts für Schlafmützen! Darum richtete Jan Rosenbrock mehrmals den gleichen Appell an seine Spieler: „Helsch, mal wach sein!“, rief der Coach des SV GW Helvesiek so oder in ähnlicher Form immer wieder aufs Feld. „Ich bin so wach!“, kam es irgendwann von Außenspieler Marvin Bénet zurück. Am Ende siegte der ambitionierte Gast im Flutlicht-Derby der 1. Fußball-Kreisklasse Süd aber vor allem deshalb mit 3:1 (2:0), weil der Veeser FC auf seinem Platz in Ostervesede den Anfang der Partie „verpennt“ hatte, wie auch Trainer Oliver Demant fand.

„Die zweite Halbzeit waren wir doch am Drücker. Helvesiek stand aber hinten drin und war sehr effektiv“, haderte Demant vor allem mit dem entscheidenden 3:1, das Max Müller mit seinem Querpass sehenswert für Hendrik Wenning vorbereitet hatte (76.). Demant plädierte auf Abseits, Referee Lucas Lemke (RW Scheeßel) sah es anders.

Unterhaltung im Vorbeigehen: Oliver Demant (r.) erklärt Jan Rosenbrock seine Sicht der Dinge zum 3:1.

Vor gut 100 Zuschauern boten die Rivalen auf dem Platz am Kindergarten das alternative Samstagabendprogramm, das zwar ohne Chips und Salzstangen auskommen musste, aber viel Kampf beinhaltete. „Die erste Halbzeit war sehr stark, obwohl es auf dem kleinen Platz schwer für uns ist“, meinte Rosenbrock und atmete durch: „Endlich haben wir über 90 Minuten gut verteidigt und keine Führung verdaddelt.“ Die Erleichterung war angesichts der zwölf Gegentore in sechs Spielen verständlich.

Der Doppelschlag in der Anfangsphase spielte Helvesiek zudem in die Karten. Bénet und Felix Wöhl besorgten die 2:0-Führung (8./16.). Doch wie so oft stellte sich später das ein, was der kurz vor Schluss eingewechselte Florian Wauro auf den Punkt brachte: „In der ersten Halbzeit sind wir wach, in der zweiten schlafen wir.“

So wackelte „Helsch“ kurzzeitig, als ein Freistoß von Maximilian Westkämper am zweiten Pfosten bei Philipp Karstensen landete und der Abwehrspieler auf 1:2 verkürzte (65.). Veeses Coach Demant wollte mehr, stellte eine Viertelstunde vor dem Abpfiff auf eine Dreierkette um und beorderte Bastian Kuschkewitz von hinten nach vorne. Gerade eine Minute hielt diese Umstellung – dann durchkreuzte Wenning die Pläne der Gastgeber, die daraufhin zur alten Formation zurückkehrten.

Von Matthias Freese

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