Jannick Heins und Axel France schießen RSV in Elsdorf zum 2:1 gegen Buchholz 08

Weniger spritzig, aber im Finale

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Der passt: Jannick Heins zieht, von seinem Bruder Colin beobachtet, ab und trifft zum 1:0 für den RSV. ·

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseELSDORF · Das ist doch was! Die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV haben die Chance, erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit – genau genommen seit 2004 – wieder die Elsdorfer Pokalwochen zu gewinnen: Durch ein 2:1 (1:0) über den TSV Buchholz 08 aus der Oberliga Hamburg zog die Duray-Elf ins Finale ein. Dort wartet allerdings mit dem Regionalligisten FC St. Pauli II der wohl bisher schwerste Brocken im Turnierverlauf.

„Wir waren nicht ganz so spritzig“, hatte auch Coach Benjamin Duray nach zwei harten Trainingseinheiten am Vorabend und am Vormittag vor dem Spiel beobachtet. „Das ist aber keine Ausrede.“ So gelang es dem RSV jedoch nicht, den Gegner – wie noch zuletzt gegen den Landesligisten Heeslinger SC – durch ein Angriffspressing unter Druck zu setzen. Hinzu kam, dass Duray zwei Positionen neu besetzt hatte: Die japanischen Testspieler Norikazu Murakami als Sechser und Tokio Nakai auf der linken Außenbahn kamen zum Einsatz (mehr dazu auf dieser Seite).

Trotzdem reichte es vor rund 140 Zuschauern zum Sieg gegen personell arg dezimierte Buchholzer. „Wir haben zehn Verletzte – und zwar hochkarätige“, berichtete Keeper Henrik Titze, der in der zweiten Halbzeit sogar selbst als Feldspieler ran musste und dabei prompt mit einem strammen Freistoß den Anschlusstreffer erzielte (86.).

Kurz vor der Pause war der RSV in Führung gegangen. Während die Buchholzer den Ball schon im Tor-aus gewähnt hatten, spielte Murakami weiter und prüfte Torwart Titze – der Abpraller landete vor den Füßen von Jannick Heins, der vollstreckte (41.). Gut anzusehen war auch das 2:0, das Axel France per Linksschuss erzielte (66.). Ansonsten war jedoch noch viel Leerlauf im Spiel, die Rotenburger wirkten durchaus müde aufgrund der beiden Trainingseinheiten in den vorherigen 21 Stunden. „Aber immerhin haben wir das Ding gewonnen“, stellte Jannick Heins fest, freute sich aber auch auf den gestrigen Sonntag ohne Fußball: „Schön, dass da mal ein Tag frei ist.“

Trainer Duray hatte trotz der durchwachsenen Leistung nicht allzu viel zu meckern: „Ärgerlich war der Freistoß, den wir vor dem 1:2 verursacht haben. Aber ich habe auch gute Erkenntnisse gesammelt – und dafür ist die Vorbereitung da.“

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