Mehr als 800 Spiele geleitet

Unterstedter für 43 Jahre als Schiedsrichter des TuS Rotenburg geehrt

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Joachim Cordes (r.) ist ein Schiedsrichter-Urgestein beim TuS Rotenburg. Nun hat er seine Laufbahn als Unparteiischer beendet und ist von Handball-Abteilungsleiter Friedrich Behrens geehrt worden. 

Rotenburg - Von Jürgen Honebein. Joachim Cordes und die Handballer des TuS Rotenburg – das ist eine ganz feste Verbindung. 43 Jahre lang war der 63-Jährige für den Verein als Schiedsrichter aktiv, nun hat er seine Pfeife an den Nagel gehängt. Abteilungsleiter Friedrich Behrens ehrte den Unterstedter für seine Dienste beim letzten Oberliga-Heimspiel der Herren gegen die SG HC Bremen/Hastedt in der Halbzeit und überreichte ein Präsent samt Fan-Schal.

Es ist eine Aufmerksamkeit für mehr als 800 Spiele, die Cordes während seiner Laufbahn von der zweiten Bundesliga bis hin zum Jugendbereich geleitet hat. Nun ist aus gesundheitlichen Gründen und weil der richtige zweite Mann auf der Platte fehlt Schluss. „Zuletzt habe ich gemeinsam mit Marco Körner gepfiffen, doch der hat als Bürgermeister von Reeßum nicht mehr die erforderliche Zeit“, sagt Cordes. Zuvor war sein Schiedsrichter-Partner für viele Jahre nicht weniger prominent: Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber. Die längste Zeit hat der Architekt aber zusammen mit Jürgen Schulze Partien geleitet.

Mit dem Pfeifen aber nicht genug. Cordes gehört zu den Förderern und Gründungsmitgliedern des TuS Rotenburg und hat im Vorstand viele verschiedene Ämter bekleidet. Er war unter anderem zwölf Jahre lang Abteilungsleiter und dann als Trainer vieler Jugendmannschaften tätig. „Ich habe mich auch stets darum bemüht, dass der TuS Rotenburg genügend Schiedsrichter hat und ich finde, dass mir dieses ganz gut gelungen ist“, sagt Cordes. Zudem war ihm die soziale Komponente immer ganz wichtig. „Im Sportverein haben sich die Kinder und Jugendlichen bei entsprechender Betreuung oft toll weiterentwickelt. Darauf habe ich immer großen Wert gelegt“, so der Ex-Referee.

Viel erlebt in 43 Jahren 

Im Laufe der 43 Jahre auf den Feldern hat der 63-Jährige viel erlebt. „So war es immer besonders heiß, in Fredenbeck zu pfeifen. Die Zuschauer sitzen dort bis unmittelbar am Spielfeldrand, und man musste manchmal aufpassen, dass einem keiner ein Bein stellt“, sagt Cordes lachend. Am liebsten hat er Jugendspiele geleitet: „Das hat immer viel Spaß gemacht, aber nur, wenn die Eltern nicht hineingeredet haben, was leider bis heute oft der Fall ist.“

Seine Frau hat ihn immer bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Klub unterstützt, doch freut sie sich nun, dass ihr Mann mehr zu Hause ist und sich intensiv um sein besonderes Hobby kümmern kann. Cordes baut nämlich im Heimatort Rot- und Weißwein an. „Ich ernte ungefähr 100 bis 120 Liter im Jahr. Ich suche aber eine größere Fläche, um dieses Hobby zu intensivieren“, weiß der Handballer seine freien Wochenenden auch ohne die Tätigkeit als Unparteiischer zu verplanen. Und dadurch, dass er nicht mehr pfeift, hat er auch wieder mehr Zeit, sich Begegnungen der Rotenburger Mannschaften anzusehen. „Toll, wie sich die erste Herren entwickelt hat – und das fast alles nur mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs“, freut sich der Unterstedter, der seinem Herzensverein auch in Zukunft verbunden bleiben wird.

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