81:77-Zittersieg in Braunschweig / Hueske-Böcher piesackt die Hurricanes

Wegners Dreier ganz wichtig

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Wichtige Dreier, wichtige Freiwürfe: Auf Kapitänin Pia Mankertz war Verlass. ·

Scheeßel - Nichts für schwache Nerven! Die „Überflieger“ der 2. Basketball-Bundesliga der Damen, die Avides Hurricanes, drohten am fünften Spieltag bei Eintracht Braunschweig abzustürzen, bekamen die Kurve aber trotz eines Sechs-Punkte-Rückstands drei Minuten vor dem Ende noch rechtzeitig und retteten sich mit 81:77 (44:39) ins Ziel.

Durchschnaufen war angesagt. „Wir haben in der Verteidigung nicht in den Modus der letzten Wochen gefunden, die Automatismen haben nicht so gegriffen“, meinte Coach Christian Greve, dessen Team sich 40 Minuten mit einer Zonenverteidigung gegenüber sah.

Und insbesondere Braunschweigs Britta Hueske-Böcher, in der Hinserie der Saison 2011/2012 noch selbst für die Hurricanes in der ersten Liga am Ball, piesackte ihr altes Team bis zum Schluss. Zwar unterliefen der 28-Jährigen auch sieben Turnovers, doch steuerte sie mit einer klasse Quote 26 Zähler (davon vier Dreier) bei. Noch treffsicherer war ihre Teamkameradin Alysha Womack (29 Punkte), die von den Hurricanes ebenfalls nie in den Griff zu bekommen war.

Die Gäste verschliefen einmal mehr den Start und lagen früh mit 4:11 hinten. Wichtig waren in der Folgezeit die Dreier von Pia Mankertz, mit denen sie ihr Team ins Spiel brachte. Zwei noch im ersten Viertel, zwei weitere im zweiten – und die Hurricanes schienen beim 40:30 auf Kurs zu sein (18.). Doch weit gefehlt! Klassenneuling Braunschweig, bei dem mit Katharina Wohlberg die zweite Ex-Scheeßelerin auf neun Punkte und sechs Rebounds kam, ließ sich nicht abwimmeln. Nach der Halbzeit kassierte Janae Young schnell ihr viertes Foul (21.), und der Titelfavorit legte maximal fünf Punkte vor. Per Dreier glich Britta Hueske-Böcher sogar zum 68:68 aus (35.) – und damit nicht genug: Vier Punkte von Womack, vier Zähler von Hueske-Böcher spülten die Gastgeberinnen mit 76:70 nach vorn (38.). Die Hurricanes wankten, die erste Saisonpleite drohte. Doch drei Spielerinnen wussten es zu verhindern: Kierra Mallard verkürzte von der Freiwurflinie auf 73:76, Constanze Wegner egalisierte per wichtigem Dreier (ihrem einzigen Korberfolg in diesem Spiel), ehe Mallard die Führung zurückbrachte und Mankertz mit drei Freiwürfen in den letzten Sekunden die Entscheidung brachte. „Mit einer Ruhe und Routine haben wir es umgebogen. Das lag eindeutig an der Team-Chemie“, meinte Christian Greve erleichtert. · maf

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