Marburg kommt / Hurricanes trainieren dezimiert

Warten auf den Weckruf

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Janae Young (r.) trainiert derzeit aufgrund von Problemen mit dem Fußgelenk nur eingeschränkt. Gegen Marburg wird die Amerikanerin aber aller Voraussicht nach auflaufen können.

Scheeßel - Noch ist nichts vorbei. Fünf Spiele bleiben den Avides Hurricanes, um den Abstieg aus der Basketball-Bundesliga abzuwenden.

„Meine Hoffnung liegt weiterhin bei 100 Prozent. Ich gebe erst auf, wenn wirklich nichts mehr möglich ist – und das erwarte ich auch von meinem Team“, betont Coach Mahir Solo vor dem Heimspiel des Schlusslichts gegen den Tabellenfünften BC Marburg (Sonnabend, 18.30 Uhr, Scheeßel).

Am Donnerstagvormittag war es ziemlich einsam in der Sporthalle. Nur die beiden Amerikanerinnen Ashley Southern und D’Asia Chambers waren aus der Trainingsgruppe der Profis gekommen. „Manchmal kannst du es nicht ändern“, sagt Solo. Petra Zaplatova hatte sich kurfristig mit einer Magenverstimmung abgemeldet, Evita Iiskola fällt ohnehin aufgrund ihre Knieverletzung aus – das Ergebnis der MRT-Untersuchung steht noch aus. Und da auch Janae Young aufgrund von Fußgelenkproblemen diese Woche nur dosiert trainiert, war der ohnehin schon gebeutelte Kader weiter geschrumpft.

Da ist es dann auch schwer, an den Problemzonen zu arbeiten und die „Spielsituationen zu simulieren“, weiß Solo. Vor allem die seit Wochen hohe Anzahl an Ballverlusten wirft die Hurricanes immer wieder zurück. Zuletzt gegen Wasserburg waren es 22 – „das lag aber auch an der kleinen Rotation“, findet der Coach. Hinzu kommt der Druck, der auf dem Team lastet. Neun Niederlagen in Folge setzte es, der letzte Sieg (79:54 gegen die ChemCats Chemnitz) liegt fast dreieinhalb Monate zurück. „Der Druck kann nicht mehr höher werden als jetzt, aber nicht die Zeitung und nicht die Zuschauer machen ihn – er ist in den Köpfen der Spielerinnen“, weiß Solo. Die beste Arznei ist da wohl ein Erfolg gegen Marburg. „Nachdem auch Chemnitz und Freiburg keine Siege gelungen sind, wäre ein Sieg gegen Marburg ein Weckruf und neue Motivation für die Damen“, glaubt Vorstandsmitglied Utz Bührmann.

Das Hinspiel (57:84) interessiert Mahir Solo dabei nicht – er hat es sich nicht mal angeschaut. „Das ist lange her, die Situation ist doch nicht mehr mit der heutigen zu vergleichen. Für mich sind die letzten Spiele von Marburg wichtig.“ Was er da entdeckt hat, ist nicht überraschend: „Marburg spielt als Team sehr gut. Und man merkt, dass viele schon lange zusammen spielen. Das ist zwar individuell nicht das beste Team, aber es ist eben besser, ein gutes Team als fünf Individualisten zu haben.“

Zuletzt, beim 94:74 gegen die BG Donau-Ries ragte vor allem Katlyn Yohn mit 28 Punkten heraus. Die Hurricanes werden sich erinnern: Marburgs amerikanische Kapitänin hatte auch ihnen im Hinspiel vier Dreier eingeschenkt und insgesamt 25 Punkte erzielt. In der Partie hatte allerdings auch Pia Mankertz verletzt gefehlt.

Auch sonst hat sich bei den Hurricanes seitdem personell einiges verändert. Nur punktemäßig hat sich das noch nicht ausgezahlt. Mahir Solo glaubt dennoch, dass der Klassenerhalt weiterhin realistisch ist. „Wir müssen Chemnitz sowie Freiburg schlagen und noch ein drittes Spiel gewinnen. Drei Siege – das müsste zu 90 Prozent reichen, um in der Liga zu bleiben“, lautet die Rechnung des Trainers. - maf

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