Walsede wirft Bülstedt/Vorwerk im Kreispokal-Achtelfinale mit 6:4 nach Elfmeterschießen raus

Boschen wird wieder zur „Katze“

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Mit Einsatz wurde nicht gegeizt: Walsedes Christian Bammann (am Ball) versucht, Mirco Dillenberger zu enteilen.

Westerwalsede - Von Matthias Freese. Mario Boschen sah da „keine Chance! Das geht nicht mehr sauber“, stellte der Keeper des FC Walsede beim Blick auf sein ursprünglich weißes Trikot fest. Ihm war es egal, den Mitspielern auch. Schließlich hatte der Torwart-Routinier seinem Team aus der 1. Fußball-Kreisklasse zum Coup im Kreispokal-Achtelfinale verholfen. Im Elfmeterschießen war die „Katze“ wieder zwei Mal zur Stelle gewesen. Mit 6:4 (2:2/1:0) triumphierte der Underdog auf dem mit Pfützen bedeckten Platz in Westerwalsede gegen Kreisligist TSV Bülstedt/Vorwerk.

Für die Gäste war Referee Michael Menzel (MTV Jeddingen) der böse Bube. Letztlich verstanden sie es jedoch nicht, ihre spielerischen Vorteile auszunutzen und beklagten sich stattdessen über die körperbetonte Gangart der Walseder. Darunter hatte bereits in der 17. Minute Keeper Sören Geistert – eigentlich Feldspieler – gelitten, als Bernd Böhling ebenso wie Bülstedts Nikolas Lappenberg nachgesetzt hatten. Geistert schied mit einem Cut unter dem Auge aus. Fortan stand mit Tim Lötters ein weiterer Feldspieler im Tor.

Kein Verständnis hatten die von Thomas Ziegler gecoachten Bülstedter auch für den Elfmeterpfiff, nachdem Joost Bellmann ungestüm Christian Bammann von hinten abgeräumt hatte. Den Strafstoß verwandelte Marcel Fettköter sicher (39.). Fettköters zweiter Streich nach einem ruhenden Ball folgte in der 52. Minute per Freistoß – 2:0. Doch Bülstedt antwortete: Kevin Murley brachte die Schwarz-Weißen per Doppelpack zurück (60./74.). „Das war unnötig. Wenn wir das 3:1 machen, ist der Sack zu“, dachte Walsedes Coach Rüdiger Dittmer an die Riesenchance von Benneth von Frieling (68.). Doch immerhin rettete sich sein Team ins Elfmeterschießen und hatte dort das bessere Ende für sich.

Fettköter, Klaas Tietjen, Sönke Winkelvos und Marco Scherweit als letzter Schütze trafen, Ralf Heuer scheiterte an Lötters. Bei den Gästen waren lediglich Daniel Reer und Lappenberg erfolgreich, während Alex Vasilev und Dillenberger an „Katze“ Boschen verzweifelten. „Ich find’s verdient. Jetzt dürfen wir noch eine Runde weiter rumspuken“, freute sich der gefeierte 42-jährige Keeper.

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