Voller Fokus auf den großen Traum

FC Walsede will im Kreispokalfinale das Ligaabschneiden vergessen lassen

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Gibt es am Sonntag für den FC Walsede erneut Grund zu Jubeln? In dieser Szene feiert die Mannschaft das 3:2-Siegtor von Matthias Feist (verdeckt kniend) gegen den TSV Bülstedt/Vorwerk im Halbfinale. 

Eine Vatertagstour mit Bollerwagen und dem einen oder anderen alkoholischen Getränk? Diese Aussicht ließ die Spieler des FC Walsede aus der 1. Fußball-Kreisklasse Süd am Himmelfahrtsdonnerstag kalt. „Wir haben trainiert, weil wir in unserem normalen Rhythmus bleiben wollten“, erklärt Torjäger Benneth von Frieling. Dabei ließ sich die Mannschaft auch nicht davon abhalten, dass ihr Coach Uwe Henke selbst nicht mit dabei sein konnte, weil er im Urlaub weilte.

Kirchwalsede - Die besondere Motivation der Walseder lässt sich mit drei Worten auf den Punkt bringen: „Finale to Huus.“ Denn morgen (15.45 Uhr) steht auf heimischem Terrain das Kreispokal-Finale gegen den klassenhöheren Bremervörder SC an. „Die Anspannung ist groß. Für die Spieler ist dieses Spiel das Allergrößte“, verdeutlicht Trainer Henke die förmlich greifbare Gemengelage bei seinem Verein, der in dieser Spielzeit einer echten Wundertüte gleicht. Denn in der Liga konnte der Tabellensechste seinen eigenen Ansprüchen in den meisten Fällen nicht gerecht werden und verfehlte den insgeheim angepeilten Aufstieg deutlich. „Natürlich bin ich darüber enttäuscht. Aber man hat gemerkt, dass meine Mannschaft den zweiten Platz innerlich schon vor Wochen abgehakt hat und den Fokus mehr auf den Pokal gelegt“, gibt Henke zu. Auch von Frieling teilt die Einschätzung seines Übungsleiters: „Im Pokal hat jeder fünf bis zehn Prozent mehr gegeben. Diesen Fokus haben wir nur in ganz wenigen Ligaspielen auf den Platz bekommen.“

Dass besagter Fokus gegen den Kreisliga-Vierten auf der Strecke bleiben wird, ist so gut wie auszuschließen. Doch trotz des Heimvorteils und obwohl Walsede im Halbfinale beim 3:2 gegen den TSV Bülstedt/Vorwerk bereits einen klassenhöheren Verein aus dem Wettbewerb warf, ist die Henke-Elf gegen Bremervörde nicht in der Favoritenrolle. „Sie haben wirklich gute Einzelspieler“, warnt von Frieling, macht allerdings deutlich, dass sein Glaube an den großen Coup ungebrochen ist. „Wir gehen als Außenseiter ins Spiel. Aber ich will einfach diesen Pott. Egal, wie das am Ende klappt“, formuliert der Goalgetter kämpferisch.

Die Personalsituation ist bei den Gastgebern wenig überraschend mehr als entspannt. Wie gegen Bülstedt/Vorwerk werden auch diesmal die eigentlich in der Zweiten spielenden Marcel Fettköter, Malte Heuer sowie Halbfinal-Siegtorschütze Matthias Feist im Kader stehen.

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