Verletzungssorgen und Ladehemmung

Am Tropf des Goalgetters

„Ich habe in der Rückrunde immer mehr Tore gemacht als in der Hinrunde“, sagt Benneth von Frieling (l.). Der Stürmer des FC Walsede hofft auf eine Fortführung dieser Serie. Bislang stehen erst sechs Treffer auf seinem Saisonkonto. - Foto: Freese
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„Ich habe in der Rückrunde immer mehr Tore gemacht als in der Hinrunde“, sagt Benneth von Frieling (l.). Der Stürmer des FC Walsede hofft auf eine Fortführung dieser Serie. Bislang stehen erst sechs Treffer auf seinem Saisonkonto.

Kirchwalsede - Von Nicolas Tréboute. Ist das der Kater nach zwei verpassten Aufstiegen? Sicher ist auf jeden Fall, dass der Tabellenneunte FC Walsede in der 1. Fußball-Kreisklasse alles andere als einen Lauf hat. Lediglich drei Punkte trennen die Mannschaft von Uwe Henke noch von einem Abstiegsplatz. Die Gründe dafür sind vielschichtig, beginnen aber bei Benneth von Frieling. Der Stürmer, der in der vergangenen Serie 27-mal einnetzte, ist derzeit ein Torjäger außer Dienst.

„Wir sind einfach abhängig von seinen Treffern“, weiß auch Walsedes Trainer Uwe Henke: „Aber derzeit kann er machen, was er will. Der Ball geht einfach nicht rein.“ Seit fünf Spielen (insgesamt 525 Minuten) wartet von Frieling in der Liga auf das für einen Goalgetter so immens wichtige Glücksgefühl. Sechs Tore hat Walsedes Hoffnungsträger nach 14 Spieltagen auf dem Konto. Das ist keine schlechte Bilanz, immerhin ist er damit nach wie vor der beste Schütze seines Teams. „Ich werde nach 22 und 27 Saisontreffern in den letzten beiden Spielzeiten natürlich anders wahrgenommen“, führt von Frieling an, bleibt aber dennoch selbstkritisch: „Ich habe trotzdem immer noch genug Chancen.“

Diese Gelegenheiten verwertete er in der Vergangenheit derart traumwandlerisch, dass Walsede in der Relegation zweimal in Folge an die Tür zur Kreisliga klopfte – und scheiterte. Für Coach Henke ein Mitgrund für die schwierige Phase seiner Mannschaft: „Wir hatten im Sommer zum zweiten Mal in Folge nur drei Wochen Pause. Vielleicht war das zu wenig. Die Jungs hatten noch mit der verpassten Aufstiegschance zu kämpfen und noch gar keine Lust auf Fußball.“

Hinzu kam etwas, das die Kirchwalseder in der jüngeren Vergangenheit nur vom Hörensagen kannten: Verletzungsprobleme. „Wir hatten Anfang Oktober eine Phase, in der fünf Stammspieler ausgefallen sind“, erinnert sich Henke. Am schwersten wiegt der Ausfall von Bernd Böhling (Außen- und Kreuzbandriss sowie Schienbeinbruch). Der Abwehrchef wird in dieser Saison nicht mehr auflaufen. „Seine Zweikampf- und Kopfballstärke fehlt uns ungemein“, weiß auch von Frieling.

Dennoch schien Walsede in den letzten Wochen auf dem Weg der Besserung. Doch nach einem Remis gegen den Tabellendritten FC Rüspel/Weertzen und dem Überraschungserfolg beim bis dahin verlustpunktfreien TuS Westerholz (1:0) folgte das ernüchternde 2:3 daheim gegen den SV Schwitschen. „Vielleicht haben wir uns schon wieder zu sicher gefühlt“, mutmaßt Walsedes Zehner Julius Niederschulte. Auch von Frieling war von der Pleite überrascht, wischt aber alle Abstiegssorgen beiseite: „Dafür haben wir immer noch zu viel Qualität.“

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