Illinger mit Kreuzbandriss

Wahlbrinck setzt das Highlight beim 4:3

Foul oder nicht? Nach diesem Grätschschritt von Nils-Ole Beckmann kommt der Ostereistedter Kevin Weigert zu Fall – der Stemmer Kapitän sieht daraufhin die Rote Karte. - Foto: Freese
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Foul oder nicht? Nach diesem Grätschschritt von Nils-Ole Beckmann kommt der Ostereistedter Kevin Weigert zu Fall – der Stemmer Kapitän sieht daraufhin die Rote Karte.

Stemmen - Von Matthias Freese. Auf dem Spielbericht tauchte der Name gar nicht auf – trotzdem war es der wohl am häufigsten gerufene. „Helmut“, schrie Carsten Knaak, Trainer des Fußball-Kreisligisten TV Stemmen, immer wieder aufs Feld und erteilte seinem Stürmer Douglas Wink, der auf eben diesen Spitznamen hört, Kommandos.

Unermüdlich ackerte der Youngster, holte sich die Bälle, setzte nach und trug seinen nicht unerheblichen Teil zum 4:3 (2:2)-Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten FC Ostereistedt/Rhade bei. Stemmen baute damit im letzten Punktspiel des Jahres das Polster vor der Abstiegszone auf fünf Punkte aus.

„Das war ein Sieg der Moral“, stellte Trainer Knaak fest. Nicht nur, weil sein Team die Saison wohl ohne Martin Illinger beenden muss. Der Stürmer und Stammspieler hatte sich eine Woche zuvor im Spiel gegen den TV Sottrum einen Riss des vorderen Kreuzbandes zugezogen – das ergab die MRT-Untersuchung. Den nächsten Nackenschlag für die Gelb-Schwarzen setzte es in der 20. Minute, als Kapitän Nils-Ole Beckmann von Referee Steffen Nabert (TuS Zeven) Rot wegen einer Notbremse sah. Eine höchst umstrittene Entscheidung, denn beim Tackling gegen Kevin Weigert war der Abwehrchef zwar letzter Mann, doch traf er auch klar den Ball.

Die frühe Führung, die Wink erzielt hatte (10.), geriet in Unterzahl nicht nur in Gefahr, sie war auch schnell dahin. Erst glich Amadou Diabate aus (24.), dann köpfte Julian Bäron den Ball zum 2:1 für die Gäste in den Knick (36.). Doch Stemmen kam bei „Klischeewetter“, wie es Knaak nannte, rechtzeitig zurück und war auch zu zehnt stets gefährlich. Noch vor der Pause glich Stefan Ehrke nach einem Handspiel von Jörn Schröter vom Punkt aus – 2:2 (44.).

Im zweiten Durchgang waren die Ostereistedter vor allem mit ihren Standards gefährlich und besaßen eine Lufthoheit, insbesondere Johannes Meyer zog den Ball magisch an. Ein „Zaubertor“ gelang allerdings Stemmens Tim Wahlbrinck, als er aus gut und gerne 30 Metern abzog und zum 3:2 in den Winkel traf – das Highlight des Spiels (52.). „Tim hat wirklich ein starkes Spiel gemacht“, lobte Knaak seinen Sechser.

Dass es nach starken Regenfällen in der Halbzeit auf dem rutschigen Geläuf aber nicht bei diesem Spielstand bleiben würde, war vorhersehbar. Und so dauerte es nur vier Minuten, ehe das Kellerkind aus dem Nordkreis wieder im Geschäft war. Ein von Schröter getretener Freistoß aus dem Halbfeld rauschte an der gesamten Abwehr inklusive Keeper Nico Hüttmann vorbei in die Maschen.

Ostereistedt besaß nun optische Vorteile, doch den Siegtreffer erzielten die Gastgeber. Einen Wahlbrinck-Freistoß leitete der just zuvor eingewechselte Björn Lüdemann noch auf Stürmer Hannes Bellmann am zweiten Pfosten weiter – 4:3 (73.).

„Nach so vielen Kackspielen und auch noch mit einem Mann weniger tut das mal gut“, stellte Carsten Knaak fest. In die Winterpause kann er seine Jungs aber immer noch nicht schicken. Im Kreispokal-Achtelfinale empfängt Stemmen am nächsten Sonntag noch den Ligarivalen TSV Bülstedt/Vorwerk.

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