Vorsitzender der SG Unterstedt droht mit Rücktritt

Hölldobler hält Zahlung an den RSV für unverantwortlich

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Werner Hölldobler, Vorsitzende der SG Unterstedt, kann nicht nachvollziehen, warum die Stadt dem Rotenburger SV 72000 Euro zum Schuldenabbau zahlen möchte.

Rotenburg - Von Julian Diekmann. Nachdem der Rotenburger Sportausschuss die Zahlung von 72000 Euro an den Rotenburger SV als „nachträglichen Zuschuss zum Bau des Umkleidegebäudes“ empfohlen hat, stößt die Entscheidung nicht nur auf Gegenliebe.

„Das ist unverantwortlich“, sagt zum Beispiel Werner Hölldobler, Vorsitzender der SG Unterstedt. „Sollte die Beschlussvorlage vom Verwaltungsausschuss und Rat abgesegnet werden, werde ich als Vorsitzender zurücktreten“, droht Hölldobler.

Er könne nicht verstehen, „dass die Stadt nun bereit sei, das Geld an den Rotenburger SV zu zahlen“. Für ihn sei das unverantwortlich. „Es kann nicht angehen, dass der RSV die Summe in Höhe von 72000 Euro dazu nutzt, um seine Schulden abzubauen“, erklärt Hölldobler. Der Verein habe sich selbst in diese missliche Lage gebracht. „Der Club trägt durch nicht ganz gesetzeskonforme Vorgehensweisen in der Vergangenheit selbst die Schuld daran, dass er verschuldet ist. Und jetzt soll auf einmal die Stadt einspringen und dem Rotenburger SV dabei helfen, seine wirtschaftlichen Fehler von früher zu ersetzten? Das kann nicht der richtige Weg sein“, ärgert sich Hölldobler. Laut vereinsinternen Quellen soll sich die Schuldensumme des Rotenburger SV aktuell auf rund 150000 Euro belaufen.

Bereits am Dienstag stimmte der Sportausschuss einer vorzeitigen kurzfristigen Übertragung des Eigentums an dem Umkleidegebäude auf die Stadt und der Beendigung des Erbrechtvertrages sowie der Zahlung von 72000 Euro an den Rotenburger SV als „nachträglichen Zuschuss zum Bau des Umkleidesgebäudes“ zu. Dieser Beschluss erfolgt unter den Bedingungen, dass der Zuschuss nicht versteuert werden muss und ausschließlich der Schuldentilgung dient. Allerdings muss der Verwaltungsausschuss sowie der Rat dem noch zustimmen.

Ursprünglich hatte der RSV für die Errichtung des Umkleidegebäudes einen Zuschuss vom Kreissportbund in Höhe von 100000 Euro eingeplant. Stattdessen gab es aber „nur“ 25000 Euro. „Der Verein hat damals beim Bau des Umkleidegebäudes Eigenleistungen erbracht, die nicht finanziert wurden, aber in die Berechnung mit eingeflossen sind“, erklärt Hans-Joachim Bruns, Stadtkämmerer: „Die Eigenleistung in Höhe von 71732,82 Euro wollte der RSV dazu nutzen, um seine Schulden abzutragen. Da der Zuschuss des Kreissportbundes aber ‚nur‘ 25000 Euro betrug, ist der Verein auf seinen Eigenleistungen sitzen geblieben.“

Hölldobler betont, dass er „kein Problem mit der Übertragung des Erbpachtrechtes“ habe, „aber dann bitte ohne die Zahlung“. Sie diene ausschließlich dem Schuldenabbau eines Vereins, der schlecht gewirtschaftet habe.

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