Vorsitzender des Fußball-Kreises plädiert für 9er- oder 7er-Mannschaften im Altherren- und S40-Bereich

Schradicks Anstoß: „Vereine profitieren davon“

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Uwe Schradick macht sich für 7er- oder 9er-Mannschaften stark.

Rotenburg - Im Fußball-Seniorenbereich des NFV-Kreises Rotenburg häufen sich die Probleme. Immer öfter sagen Teams Partien mangels vorhandener Spieler kurzfristig ab (wir berichteten).

Auch die Zahl der Mannschaften ist seit Jahren rückläufig, an Stelle von Vereinen rücken zunehmend räumlich immer weiter aufgefächerte Spielgemeinschaften. Eine Entwicklung, die der Kreis-Vorsitzende Uwe Schradick nicht länger hinnehmen will. Er macht sich für die Einführung von 9er- oder 7er-Mannschaften stark.

Schon einmal hatte der Kreisvorstand einen entsprechenden Vorstoß unternommen, war damit aber beim Kreisfußballtag 2012 bei den Vereinen abgeblitzt. „Was mich damals schockiert hat: Ein Vereinsvorsitzender aus dem Südkreis hat das als großen Erfolg gefeiert, so nach dem Motto: Da haben wir es dem Vorstand mal so richtig gezeigt“, erinnert sich Schradick nur ungern an die damalige Debatte. „Einige sprachen von ,kastriertem Fußball‘ oder sagten gleich ,dann hör ich auf‘.“

Dabei ist sich Schradick sicher: „Wenn man das ergebnisoffen diskutiert, dann kriegen wir die Vereine mit ins Boot.“ Denn die Zahlen seien eindeutig. Von inzwischen noch 31 gemeldeten Altherrenteams seien mittlerweile zwölf Spielgemeinschaften.

Noch extremer ist die Entwicklung im S40-Bereich. Während dort vor zehn Jahren noch 33 Teams in drei Staffeln gegeneinander antraten, sind es jetzt gerade einmal 16 in zwei Staffeln, davon elf Spielgemeinschaften – Tendenz steigend. Dabei seien immer größere SG-Gebilde bestenfalls eine kurzfristige Lösung. „Man hat zwar erst einmal ein paar mehr Spieler zur Verfügung, aber nach ein bis zwei Jahren steht man wieder vor dem gleichen Problem, dass einem die Leute fehlen.“

Uwe Schradick ist davon überzeugt, dass die Vereine von kleineren Teamstärken profitieren würden. „Dann könnten auch kleinere Vereine wieder Mannschaften melden, denn dafür muss man keine 30 bis 40 Leute mehr auf dem Zettel haben.“ Wenn die Clubs dann gezielt ein paar ehemalige Spieler ansprechen würden, ob sie nicht Lust hätten, in ihrem Heimatort auf Kleinfeld wieder ein bisschen Fußball zu spielen, sei er sich sicher, dass das Interesse daran vorhanden sei, so Schradick. Auch über die für Familien nicht immer optimalen Spieltermine freitags und samstags könne man in diesem Zuge nachdenken. So spiele beispielsweise die S50 ohne größere Probleme dienstags oder mittwochs – trotz weit größerer Distanzen.

„Ich würde mir wünschen, dass die Vereine darüber nachdenken, was für sie langfristig die beste Lösung ist. Vielleicht können wir zur Saison 2016/2017 etwas Vernünftiges hinbekommen“, appelliert Uwe Schradick an die Mitglieder.

olm/zz

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