Überarbeitetes Hygienekonzept

Vor dem Pokal: RSV hofft auf Hakansson

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Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel: Während Jan Friesen, Joshua Knipp und Stefan Denker den Putzlappen schwingen, beschäftigen sich Lars Neugebauer und Alexander Bese (v.l.) bereits mit dem QR-Code.

Der RSV trifft im Pokal auf den TB Uphusen. Im Vorfeld der Partie hat der Fußball-Oberligist sein Hygienekonzept überarbeitet und hält an einem Prinzip fest.

Rotenburg – Die Aufregung ist fast so groß wie beim ersten Rendezvous: Nach exakt 286 Tagen absolvieren die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV erstmals wieder ein Pflichtspiel – und dann gleich ein Derby! In der ersten Runde des Niedersachsenpokals kommt Samstag der Klassenkontrahent TB Uphusen ins Ahestadion. Anpfiff ist um 14 Uhr, eine Beschränkung der Zuschauerkapazität gibt es im Prinzip nicht. Ohne Genehmigung sind 499 Besucher erlaubt, mit sogar bis 999.

Neue Saison, neues Hygienekonzept – so hält es jedenfalls der Rotenburger SV, der seine angepassten Unterlagen pünktlich am Montag bei Gesundheits- und Ordnungsamt des Landkreises zur Genehmigung eingereicht hat. Dabei behält der Fußball-Oberligist, wie der Coronabeauftragte Lars Neugebauer berichtet, die Einteilung des Zuschauerbereichs im Ahe-Stadion in sechs Zonen bei, wird jedoch nun in jedem dieser Abschnitte einen eigenen QR-Code anbringen, der mit der Luca-App eingescannt werden kann. „Wir bevorzugen das Einchecken mit der Luca-App, das geht dann schneller“, sagt Neugebauer in Richtung Besucher. Auch die herkömmliche, handschriftliche Datenerfassung bleibe aber möglich.

Das in der Vorsaison praktizierte Modell des Vorverkaufs gibt es nicht mehr – zu aufwendig. Tickets sind ausschließlich an der Tageskasse zu bekommen. Auf die Abstandsregel weist Neugebauer hin, im Sitzplatzbereich unter der Tribüne sind nach dem Schachbrettmuster einzelnen Schalen abgeklebt. Zudem besteht die Pflicht, eine Maske zu tragen, bis der Sitz-/Stehplatz erreicht ist. „Es wäre schön, wenn alle einsichtig sind“, appelliert der Corona-Beauftragte.

Wie Neugebauer erzählt, dürfen bis zur Inzidenz von 35 insgesamt bis zu 499 Zuschauer genehmigungsfrei ins Stadion gelassen werden. Für bis zu 999 Besucher ist eine behördliche Genehmigung erforderlich. „Und bei allem, was über der Inzidenz von 35 liegt, müssen wir dann gucken.“

Vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) hätte er sich dabei durchaus etwas mehr Unterstützung im Umgang mit der Corona-Pandemie im Hinblick auf die bevorstehende Saison gewünscht. Als „frustrierend“ bezeichnet Neugebauer die Situation. Erst Ende vergangener Woche veröffentlichte der Verband auf seiner Homepage eine aktualisierte Grafik zur Inzidenz-Übersicht, die sich mit seinen Informationen deckt. Daraus geht auch hervor, dass bei einem Wert über 35 durchaus radikale Einschränkungen greifen und Spiele auf bis zu 30 Personen begrenzt werden könnten – zumindest für die Spieler und Schiedsrichter, die nicht geimpft oder genesen sind. „Und wir reden dann über maximal noch 250 Zuschauer“, ergänzt der Experte für Arbeitsschutz. Allerdings hat jeder Landkreis in Niedersachsen auch die Möglichkeit, die Einstufung zu einer niedrigeren Inzidenzstufe festzulegen. Im Kreis Rotenburg ist das aktuell noch nicht nötig, andere Regionen sind da schon „bedrohter“.

Einige Oberliga-Kicker selbst legten am Donnerstag noch einen Arbeitsdienst ein, um das Stadion entsprechend der Corona-Vorgaben herzurichten. Trainiert wurde ebenfalls – hinterher. Dabei begrüßte Coach Tim Ebersbach den nach seiner Zerrung ins Mannschaftstraining zurückgekehrten Peter Bolm. Und im Falle von Björn Hakansson (nach Bänderriss) hat er auch durchaus Hoffnung: „Wenn er mir grünes Licht gibt, werde ich ihn mit in den Kader nehmen.“ Auf Innenverteidiger Sämi van den Berg (Patellaspitzensyndrom) kann er allerdings ebenso wenig setzen wie auf Außenspieler Max Friesen, der mit Verdacht auf Mittelfußbruch zunächst die Diagnose nach seinem MRT-Termin am Freitag abwarten muss, aber wohl einige Monate ausfallen wird.

Die letzten Erinnerungen an Uphusen sind nicht die besten – die 2:3-Niederlage im Punktspiel der abgebrochenen Saison im September 2020 hatte vor allem Referee Jens Kampling (SV Herbrum) mit einem Regelverstoß zu verantworten. Er hatte seinerzeit Uphusens Burak Yigit zweimal Gelb gezeigt, ihn aber nicht vom Platz gestellt. Kurz darauf gelang Uphusen das entscheidende 3:1. Auf Revanche ist Ebersbach deshalb aber nicht aus. „Uphusen konnte doch nichts dafür. Außerdem haben wir einen guten Kontakt zu Florian Warmer (Sportlicher Leiter, Anm. d. Red.)“, betont der Rotenburger Coach. Allerdings macht er auch deutlich, dass er den Pokal im Gegensatz zu früheren Zeiten durchaus wichtig nimmt. „Wir werden darum mit der vermeintlich ersten Elf, die uns zur Verfügung steht, auflaufen.“

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