Hurricanes belegen Play-off-Platz

Vor dem Rückrunden-Auftakt ist klar: Ein Aufstieg wäre teuer

Merit Brennecke (r.) springt mit den Armen nach oben gestreckt in Richtung Ball, den Anacia Wilkinsons (Mitte) in den Händen hält.
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Die große Schwäche der Hurricanes im Pokal war die Quote der Zwei-Punkt-Würfe. In dieser Szene wehrte Merit Brennecke (r.) Anacia Wilkinsons (Mitte) Chance unter dem Korb ab.

Noch sind elf Spiele plus mögliche Play-offs zu gehen. Wir haben trotzdem schon einmal die Frage gestellt, was sich durch einen Aufstieg ändern würde.

Scheeßel – Vor dem Start in die Rückrunde der 2. Bundesliga gegen die ChemCats Chemnitz am Samstag (16 Uhr) stehen die Basketballerinnen der Avides Hurricanes da, wo sie es vor der Saison wollten – auf einem Play-off-Platz. Bestätigen die Damen ihre Leistungen auch in den kommenden elf Partien und setzen sich zudem in den Play-offs durch, geht es für sie in Liga eins. Dort träfen sie unter anderem auf die GiroLive-Panters Osnabrück, gegen die die Hurricanes am Mittwoch im Pokal mit zwanzig Punkten Differenz verloren (73:93). Was fehlt dem Team von Christian Greve also, um bei einem Aufstieg mithalten zu können?

„Das Geld“, das macht der Trainer klar, „ist der Unterschied zwischen 1. und 2. Liga.“ Die erste Frage, die der Verein angesichts einer „schwierigen“ Sponsoring-Lage sich stellen müsste, ist: „Können wir uns das leisten?“ Aktuell reicht das vorhandene Budget für zwei Profi-Spots, die von den US-Amerikanerinnen Anacia Wilkinson und Toshua Leavitt besetzt sind. Klar ist aber auch, dass sich in Liga eins auch im Kader etwas grundlegend ändern müsste. Heißt: Zum Beispiel mehr Spielerinnen, die den Basketballsport Vollzeit betreiben und keiner anderen Tätigkeit nachgehen wie aktuell der Großteil der Hurricanes. „Es sind alle nebenbei noch Studenten, Schüler oder arbeiten auch noch“, weiß auch Spielerin Janina Schinkel um den Vergleich zwischen zweiter und erster Liga.

Genau aus dieser wechselte die 22-Jährige von den Gisa Lions des SV Halle im Sommer an die Wümme. Daher weiß sie auch genau um den Zeitaufwand, der mit dem Aufstieg zusammenhängen würde: „In der 1. Liga gibt es jeden Tag bis zu zweimal Training und in der 2. Liga eben nicht.“ In dem Punkt stimmt auch Greve ihr zu: „Bei Spielen am Samstag zum Beispiel in Wasserburg (rund 60 Kilometer östlich von München, Anm. d. Redaktion) können wir nicht Freitag schon anreisen. Da müssen die ja noch arbeiten.“ Daher müsste der Verein den Kader „ziemlich umstellen“ und eben vermehrt auf Profis setzen, mit denen eine solche Reise möglich wäre.

Am Samstag geht es aber erst einmal zum Rückspiel nach Chemnitz. Gegen die Sächsinnen gewannen die Hurricanes erst vor drei Wochen 62:56. Auch dieses Mal erwartet Greve wieder ein „sehr gut eingespieltes Team“. Wie schon im Pokal gegen Osnabrück wird Hannah Pakulat fehlen. „Das müssen wir wieder ausgleichen“, meint der Coach des Zweitligisten. Bei Muska Saidi hingegen, die zuletzt aufgrund einer Erkältung ebenfalls nicht dabei war, werde es sich zeigen, ob sie wieder einsatzfähig ist.

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