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Volker Mitschke (Judo)

Volker Mitschke liebt die Arbeit mit dem Nachwuchs und demonstriert täglich, dass er auch selbst noch fit ist. - Foto: Ludwig
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Volker Mitschke liebt die Arbeit mit dem Nachwuchs und demonstriert täglich, dass er auch selbst noch fit ist.

Rotenburg - Ein Leben ohne Judo wäre für Volker Mitschke undenkbar. Zwar ist er kürzlich 75 Jahre alt geworden, dennoch steht der Trainer noch täglich in der Halle und coacht seine Judoka des TuS Rotenburg. „Natürlich habe ich schon mal darüber nachgedacht, mit dem Sport aufzuhören. Ich schaffe den Absprung aber nicht“, sagt Mitschke mit einem Lachen.

Es wäre auch nicht so einfach, ihn zu ersetzen, schließlich ordnet er dem Judo alles unter. „Ich mache es aber nicht alleine. Ohne Heinrich Friauf wären wir längst nicht so erfolgreich. Wir sind ein sehr gutes Team, jeder hat seine Aufgaben. Heinrich ist ein echter Meister des Sports“, schätzt Mitschke die Arbeit seines Mitstreiters.

Neben seiner Leistungsgruppe, aus der sich wieder einige Kämpfer für die Landesmeisterschaften qualifiziert haben, coacht Mitschke auch die Nachwuchskämpfer ab sieben Jahren. Zudem trainiert er zwei AGs an der IGS Rotenburg sowie eine AG an der Lindenschule.

Über die Fortschritte seiner Schützlinge Malte Bausdorf und Dennis Holsten freut sich der Rentner besonders. Beide zeigen trotz ihrer Beeinträchtigungen starke Leistungen. „Im Mai sind sie bei den Special Olympics (nationale Sommerspiele für Menschen mit Behinderung, Anm. d. Red.) in Kiel dabei“, freut sich Mitschke. „Aber auch die anderen Judoka der Lindenschule haben eine tolle Entwicklung genommen. Die Arbeit macht viel Freude“, ergänzt der Schwarzgurtträger.

Potenzial von Dimitri Peters entdeckt

Eine Zeit ist Mitschke während seiner 32-jährigen Laufbahn in spezieller Erinnerung geblieben. Zusammen mit Friauf hatte er Ende der 90er-Jahre das Potenzial von Dimitri Peters entdeckt. Die beiden förderten den Ausnahmeathleten und feierten 2012 den größten Erfolg aller Zeiten: Peters holte bei den Olympischen Spielen in London Bronze. „Das war sensationell. Ich kann mich noch genau erinnern. Gemeinsam mit Landestrainer Sven Loll war es eine super Zusammenarbeit. Die Zeit war aber auch anstrengend, da wir viel unterwegs waren. Teilweise sind wir nachts aufgestanden und zu den Wettkämpfen gefahren. Dimitri hat uns den Aufwand durch seine Erfolge aber mehr als zurückgezahlt“, sagt Mitschke. 

ml

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