„Vissels" Sechser beweist Torjägerqualitäten / „Routine kannst du nicht kaufen“

Jagers Schuss ins Glück

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Kai Jager in Aktion: Ob wie in dieser Szene am Boden oder im rassigen Zweikampf, der 33-Jährige gibt keinen Ball verloren. Und glänzt manchmal sogar als Torschütze.

Visselhövede - Von Lars Kattner. Pünktlich zum Comeback der Altherren-Fußballer des VfL Visselhövede im Kreispokal hatte Kai Jager am vergangenen Freitag die Schuhe geschnürt. Mit Erfolg, gewann das neuformierte Team doch mit 4:2 gegen die SG Westerholz/Ostervesede/Scheeßel. Zum alten Eisen gehört Jager damit allerdings noch lange nicht, wie er im Bezirksliga-Derby beim TuS Bothel eindruckvoll unter Beweis stellte. Mit seinem Treffer zum 1:0-Erfolg – dem Schuss ins Glück – avancierte der 33-Jährige zum Matchwinner auf Seiten des VfL Visselhövede.

Kämpfen, laufen, wühlen – mit diesen Attributen lässt sich der Spielstil von Kai Jager wohl am besten beschreiben. Doch dass er im entscheidenden Moment durchaus in der Lage ist, einen kühlen Kopf zu bewahren, bewies er gegen Bothel eindrucksvoll.

Gewohnt energisch setzte der Mann mit der markanten Frisur in der 49. Minute die Abwehr der Gastgeber unter Druck und erkämpfte sich den Ball. Es folgte ein Sololauf über den halben Platz, garniert mit einem überlegten Abschluss, vorbei an Bothels Torwart Christian Riesebeck. „Routine kannst du nicht kaufen“, flachste Jager nach Spielschluss im Kreise seiner Mannschaftskollegen. Und er fügte hinzu: „Klar habe ich in dieser Szene darauf spekuliert, dass ich an den Ball kommen könnte. Und es hat ja auch geklappt.“

Dass dieser Treffer eine der wenigen Offensivaktionen Jagers blieb, war dem taktischen Konzept von Visselhövedes Trainer Morad Bounoua geschuldet. „Hinten sicher stehen und geduldig abwarten – so lautete der Matchplan“, erläuterte Jager. Ein Konzept, das nicht zuletzt aufgrund der Leistung Jagers aufging. Denn als Sechser („auf dieser Position spiele ich am liebsten“) machte Jager genau das, was von einem defensiven Mittelfeldspieler erwartet wird: Er stopfte Löcher, störte den Spielaufbau und ließ das Botheler Angriffsspiel gar nicht erst zur Entfaltung kommen. Und ganz nebenbei sicherte er seinem Team auch noch die drei Punkte. „Wenn jeder auf dem Platz das macht, was Morad vorgibt, dann haut das auch hin“, lautete seine einfache Erklärung für den Sieg. „Außerdem wollen wir es uns mit dem Trainer nicht verscherzen, schließlich soll er noch möglichst lange bei uns bleiben“, versicherte der Torschütze des Tages.

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