Visselhövedes Stürmer will gegen Bothel nachlegen

Haliti und der Wohlfühlfaktor

+
Hat wieder allen Grund zur Freude: Atdhe Haliti von VfL Visselhövede ist aus dem Stimmungsloch herausgeklettert und hat den Spaß am Fußball wiedergefunden.

Visselhövede - Von Lars Kattner. Um einen Einblick in das Mannschaftsklima beim Fußball-Bezirksligisten VfL Visselhövede zu bekommen, braucht es keinen Maulwurf, der Interna ausplaudert. Vielmehr genügt ein einfacher Blick auf die Statistik von Atdhe Haliti. Denn die Rechnung ist ganz einfach: Ist die Stimmung gut, spielt die Offensivkraft gut. Mit schwindendem Wohlfühlfaktor sinkt Halitis Leistung dagegen rapide ab.

Gerade mal drei mickrige Treffer hat Atdhe Haliti in den vergangenen zwei Spielzeiten für seinen VfL Visselhövede erzielt. Viel zu wenig für einen Stürmer, besonders für einen, der ganz ohne Frage über ein enormes fußballerisches Potenzial verfügt.

„Ich habe das Fußballspielen nicht direkt verlernt, aber es lief irgendwie nicht. Da ist vieles zusammengekommen“, blickt Atdhe Haliti zurück. „Ich mag es gar nicht, wenn Unruhe in der Mannschaft oder dem Verein ist. Ich brauche ganz einfach Spaß.“

Eine Einschätzung, die Co-Trainer Joachim Keck voll und ganz teilt: „Atdhe ist schnell mit sich unzufrieden, und dann ist er in ein Loch gefallen. Aber jetzt ist er wieder viel besser drauf.“ Und das, obwohl er wegen seines Urlaubs große Teile der Vorbereitung verpasst hat. Dennoch läuft es beim Stürmer derzeit wieder rund. Drei Spiele, zwei Tore – so liest sich das aktuelle Zwischenzeugnis. „Es könnten noch mehr sein“, merkt Haliti selbstkritisch an.

Die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft scheint aber zu stimmen. „Auf jeden Fall, es macht großen Spaß. Unser Trainer Morad Bounoua hat einen großen Anteil daran. Jeder Spieler weiß auf dem Platz genau, was er tun soll, wo er in welcher Situation hinlaufen soll. Das macht es für mich als Stürmer viel einfacher“, findet Haliti nur lobende Worte für seinen Coach. Ob er ein Ziel habe, eine bestimmte Trefferanzahl, die er erreichen möchte? „So viele wie möglich“, antwortet ohne zu zögern.

Die nächste Möglichkeit, sein Torkonto aufzustocken, bietet sich am Sonntag (15 Uhr), beim TuS Bothel. „Es wird ein knappes Spiel werden, in dem auch Einzelaktionen entscheidend sein können“, vermutet Atdhe Haliti.

Ganz ähnlich sieht es auch Peter Ullrich, Trainer der Gastgeber. „Tagesform, Glück – es wird auf Kleinigkeiten ankommen.“ Und natürlich darauf, ob die angeschlagenen Leistungsträger Christoph Meinke, Cedric Ahrens und Sven Beyer rechtzeitig fit werden. „Da bin ich aber ganz guter Dinge. Schlechter sieht es bei Bastian Hollmann aus, den eine Oberschenkelverletzung zum Pausieren zwingt.“ Zudem muss Julian Prinz nach seiner Gelb-Roten Karte aus der vergangenen Partie eine Sperre absitzen. Mit Kevin Altmann und Torben Klinger kann Ullrich allerdings wieder auf zwei Alternativen im Mittelfeld zurückgreifen. „Wir gehen mit viel Respekt an die Aufgabe heran, denn Visselhövede hat in allen Mannschaftsteilen sehr gute Einzelspieler. Eigentlich gehören sie ins obere Drittel der Tabelle“, meint Ullrich.

Das könnte Sie auch interessieren

Bild von gewildertem Nashorn ist Wildlife-Foto des Jahres

Bild von gewildertem Nashorn ist Wildlife-Foto des Jahres

Xi Jinping warnt vor Gefahren für China

Xi Jinping warnt vor Gefahren für China

Sparsam arbeiten: So pariert man ein Rinderfilet

Sparsam arbeiten: So pariert man ein Rinderfilet

Citroën C3 Aircross im Test: Aufbruch ins Abenteuerland

Citroën C3 Aircross im Test: Aufbruch ins Abenteuerland

Meistgelesene Artikel

Ein Torjäger mit Handicap

Ein Torjäger mit Handicap

Avides Hurricanes erwarten Tabellenführer Panthers Osnabrück

Avides Hurricanes erwarten Tabellenführer Panthers Osnabrück

Hanna Schwertfeger mischt Herren-Kreisliga auf

Hanna Schwertfeger mischt Herren-Kreisliga auf

30:26 im Pokal – aber Badenhop muss büßen

30:26 im Pokal – aber Badenhop muss büßen

Kommentare