Viel Aufwand, wenig Ertrag: Bevern gewinnt 3:1 / Norden: „Unsportlich gegenüber der Mannschaft“

Visselhövede verliert Spiel und Jager

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Das Duell zwischen Visselhövedes Michael Lohmann (r.) und Marcel Tran hat einige interessierte Zuschauer. ·

Kreis-Rotenburg - Von Lars KattnerVISSELHÖVEDE · Eines stand gestern Abend bereits direkt nach dem Abpfiff fest: Der VfL Visselhövede hatte in der ersten Hauptrunde des Fußball-Bezirkspokals Lehrgeld bezahlen müssen. Wie hoch die Rechnung im Endeffekt aber ausfällt, wird sich erst noch zeigen. Denn die Bezirksliga-Kicker verloren nicht nur die Partie mit 1:3 (1:1) gegen den Ligarivalen TSV Bevern, sondern auch Mittelfeld-Routinier Kai Jager mit einer Roten Karten nach einer Tätlichkeit.

„Mit so einer überflüssigen Aktion macht er uns womöglich den ganzen Saisonstart kaputt. Jetzt wird sein Spielerpass eingezogen“, zürnte Visselhövedes Trainer Peter Norden ob der Szene in der 63. Minute. „Das ist auch der eigenen Mannschaft gegenüber ganz einfach unsportlich.“

Bis zu besagtem Zeitpunkt bewiesen die Gastgeber, dass die gute Leistung gegen den TuS Zeven am vergangenen Donnerstag keine Eintagsfliege gewesen ist. Bereits nach zehn Minuten hätte der VfL Visselhövede führen können, wenn nicht sogar müssen. Aber Thomas Heidler scheiterte freistehend vor Gäste-Keeper Mike Borchers, Dennis Jänicke säbelte unbedrängt über den Ball und ein Freistoß von Claas Bargfrede klatschte an die Latte. „Wir müssen effektiver werden“, stellte Norden treffend fest.

Wie aus dem Nichts folgte die kalte Dusche. Einen Spielzug wie aus dem Lehrbuch verwandelte Beverns Angelo Abel nach Zuspiel von Dennis Buck zur 1:0-Führung (17.). Es dauerte etwa eine Viertelstunde, ehe sich Visselhövede von diesem Schock erholte und das Passspiel wieder genauer wurde. Folgerichtig markierte Eugen Maier mit einem satten Schuss aus 18 Metern den Ausgleich (33.). Die letzte gute Möglichkeit der ersten Hälfte vergab Marco Jorzick, Borchers bekam im letzten Moment noch die Hand an den Ball.

Nach dem Seitenwechsel machte sich bemerkbar, dass Bevern noch einen Tick cleverer als der Aufsteiger agiert. Mit klugen Pässen in den Rücken der Abwehr wurden immer wieder Nadelstiche gesetzt. Eine dieser Möglichkeiten nutzte Torjäger Andre Ropers, als er frei vor Torwart Michel Brückner nur noch den Fuß hinhalten musste (60.). Und nachdem Kai Jager nur drei Minuten später zum Duschen geschickt wurde, war die Gegenwehr gebrochen. „Das war der Knackpunkt“, fand auch Gäste-Trainer Andreas Kierath, der die Begegnung aber nicht überbewerten wollte und nur von einem Vorbereitungsspiel sprach. „Zu Beginn hätten wir eigentlich zurückliegen müssen, aber der Platzverweis hat uns in die Karten gespielt. So konnten wir unser schnelles Spiel in die Spitze besser aufziehen.“ Einen dieser schnellen Spielzüge vollendete erneut Ropers zum 3:1 (73.), wenn auch aus stark abseitsverdächtiger Position.

„Von der Leistung her war das in Ordnung, aber gerade in der ersten Hälfte haben wir zu viel liegen gelassen. Auf jeden Fall haben wir gesehen, dass wir in der Liga mithalten können“, sagte Norden.

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