VfL Visselhövede siegt beim TuS Bothel / Bounouas Forderung nach Geduld zahlt sich aus

Jager trifft, Ullrich tobt – 1:0

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Visselhövedes Trainer Morad Bounoua (rechts) war mit dem Auftritt seiner Mannschaft um Arben Haliti (am Ball) zufrieden, während sich Tobias Hoops (vorne) und Luca Griech vom Botheler Coach Peter Ullrich (2.v.r.) einiges anhören mussten.

Bothel - Von Lars Kattner. Sollten die Verantwortlichen des TuS Bothel demnächst eine Klage wegen Lärmbelästigung im Briefkasten finden, dürfen sie sich dafür bei Peter Ullrich bedanken. Denn der Trainer des Fußball-Bezirksligisten geigte seinen Spielern nach der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den VfL Visselhövede noch auf dem Spielfeld in einer Lautstärke die Meinung, dass auch in den umliegenden Dörfern jeder mitbekommen haben dürfte, woran es gestern im Spiel des TuS Bothel gehapert hatte.

Was war passiert? Nichts, so die Antwort aus Botheler Sicht. Und genau das hatte Ullrich die Zornesfalten auf die Stirn getrieben. „Das war alles andere als bezirksligatauglich“, monierte Ullrich. „Wir waren weder geistig noch körperlich flexibel. Keiner hat einen Schritt mehr gemacht, als vielleicht nötig gewesen wäre.“

Auch das frühe Aus von Mittelfeld-Stratege Christoph Meinke, der bereits in der 27. Minute verletzungsbedingt vom Platz musste, wollte Ullrich nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Das wäre zu einfach. Da muss von den anderen einfach mehr kommen. Das werden wir in der Woche aufarbeiten müssen“, so seine Ansage. In Form von Straftraining? „Vielleicht“, so Ullrich vielsagend.

Ganz anders die Gemütslage bei seinem Gegenüber Morad Bounoua. „In den ersten drei Saisonspielen sah es bei uns in der Offensive schon ganz gut aus, aber hinten hat etwas gefehlt. Deswegen wollten wir tief stehen, den Ball laufen lassen und geduldig bleiben“, gab der Visselhöveder Trainer zu Protokoll.

Entsprechend zäh gestaltete sich der erste Durchgang. Die Gäste standen wie vom Coach gefordert tief in der Abwehr und Bothel fiel bis auf lange Bälle auf den abgemeldeten Cedric Ahrens wenig ein. Einer der handverlesenen Höhepunkte der ersten Hälfte war noch eine Hereingabe vom Visselhöveder Philipp Jaeschke, die Mariusz Szymanski aber nicht richtig traf und neben das Tor setzte (11.). Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie zur Freude der Zuschauer dann etwas an Fahrt auf. Und wurde in der 49. Minute durch Kai Jager entschieden. Der defensive Mittelfeldspieler schnappte sich den Ball nach einem Missverständnis von Torsten Hoops und Wilhelm Nowakowski, lief alleine auf Keeper Christian Riesebeck zu und vollstreckte nervenstark zum 1:0. „So habe ich mir das vorgestellt, ein Riesenkompliment an die ganze Mannschaft“, kommentierte Bounoua. Während von Bothel auch in der Folgezeit erschreckend wenig Konstruktives geboten wurde, hätte Adam Rosynek das Spiel in der 84. Minute entscheiden müssen. Aber nach starker Vorarbeit von Marco Jorzick verstolperte er den Ball wenige Meter vor dem Tor. Allerdings ohne Folgen, denn auf der Gegenseite rettete zunächst Torhüter Michel Brückner gegen Tim Beyer (85.), ehe Sven Beyer aus guter Position das Spielgerät in den Fangzaun hämmerte (89.). Zu diesem Zeitpunkt nicht mehr dabei war übrigens Mariusz Szymanski, der zuvor mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen worden war (77.). „Wir müssen nach vorne schauen. Gegen den MTV Riede und den FC Hambergen brauchen wir sechs Punkte, das sind zwei ganz wichtige Spiele“, gab Ullrich die Devise aus. Immer noch angefressen, aber wieder ruhig und sachlich.

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