Visselhövede nach 0:3 noch 3:3

Patrick Peter stellt das Spiel auf den Kopf

Visselhövedes Mirko Peter (l.) wird von Gian Luka Muskee im Strafraum unfair zu Fall gebracht.
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Eine der entscheidenen Szenen: Visselhövedes Mirko Peter (l.) wird von Gian Luka Muskee im Strafraum unfair zu Fall gebracht. Da der Hamberger der letzte Mann war, sah er folgerichtig die Rote Karte. In Überzahl machten die Gastgeber aus einem 0:3-Pausenrückstand letztlich noch ein 3:3.

Furiose Aufholjagd des VfL Visselhövede: Nach einem 0:3-Rückstand gelang gegen den FC Hambergen noch ein 3:3 in der Fußball-Bezirksliga.

Visselhövede – Während es kurz vor 15 Uhr noch trocken war, wurde der Himmel von Minute zu Minute immer dunkler. Aus dem leichten Schauer wurde schließlich Dauerregen mit Wind – richtig ungemütlich. So unangenehm wie die Wetterlage war denn auch die Situation für die Bezirkliga-Fußballer des VfL Visselhövede. Der 0:3-Pausenrückstand war gegen die favorisierten Gäste des FC Hambergen die Folge. Wer im zweiten Abschnitt nun mit Hagel oder Gewitter gerechnet hatte, lag jedoch falsch. Pünktlich zu Wiederbeginn zog der Himmel plötzlich wieder auf. Die Trendwende spiegelte sich auch in der Leistung der Heidestädter wieder. Mit der Einwechslung von Patrick Peter bekamen die Gastgeber richtig Rückenwind und kamen dank eines engagierten Auftritts noch zu einem 3:3.

„Wir haben eine tolle Moral bewiesen. Das war in der zweiten Halbzeit eine starke Mannschaftsleistung“, lobte Coach Thomas Heidler und wollte nicht so recht einen Spieler hervorheben, auch wenn er genau wusste, dass der Punktgewinn zum Großteil auf Peters‘ Konto ging. Nicht nur an allen drei Toren war der Kapitän beteiligt, auch sonst war er präsent und dirigierte gekonnt seine Teamkollegen. „Wir mussten eine hohe Risikobereitschaft zeigen. Ich bin so froh, dass unser Mut belohnt wurde“, erklärte Patrick Peter.

„Ich hatte zwar noch nicht wirklich viele Ballkontakte, doch war ich mir sicher, dass ich den Strafstoß verwandeln würde. Als Kapitän ist es meine Aufgabe, in so einer Situation Verantwortung zu übernehmen.

Patrick Peter

Zunächst bewiesen die Hamberger jedoch eindrucksvoll, warum sie zu den Titelfavoriten zählen. Nach zwölf Minuten traf Jorit Bierwald per Strafstoß zum 1:0. Zuvor hatte „Vissels“ Keeper Max Kregel Luca-Sönke Heißenbüttel zu Fall gebracht. Kevin Struss (42.) und Thies Lünzmann per Eigentor (45.) erhöhten auf 3:0. „Natürlich war es für mich schwer, das Spiel von außen verfolgen zu müssen. Auch ich hätte aber nichts ändern können, denn Hambergen hat richtig gut gespielt“, meinte Patrick Peter. Dass er mit seiner bescheidenen Einschätzung etwas daneben lag, zeigten die zweiten 45 Minuten – der gebürtige Hassendorfer stellte das Spiel auf den Kopf. Nachdem sein Zwillingsbruder Mirko im Strafraum von Gian Luka Muskee gefoult worden war und der Hamberger mit Rot vom Platz gestellt wurde, verwandelte Patrick Peter den fälligen Elfmeter (54.). „Ich hatte zwar noch nicht wirklich viele Ballkontakte, doch war ich mir sicher, dass ich den Strafstoß verwandeln würde. Als Kapitän ist es meine Aufgabe, in so einer Situation Verantwortung zu übernehmen“, so der 32-Jährige.

In der Folge wurde nicht nur das Wetter immer konstanter, sondern auch die Leistung der Visselhöveder. In Überzahl gab die Heidler-Elf den Ton an. Eine Hereingabe von Patrick Peter landete dank Hambergens Tim Denker im Gäste-Tor – 2:3 (75.). Nach dem anfänglichen Wolkenbruch bestand plötzlich sogar die Hoffnung, dass noch mal die Sonne herauskommen könnte. In der Schlussphase hatten die Gäste ordentlich mit dem Gegenwind der Heidestädter zu kämpfen. In der 90. Minute belohnte Finn Vollmer schließlich den couragierten Auftritt und glich nach einem Freistoß von Patrick Peter zum 3:3 aus. Hambergen musste nicht nur das dritte Gegentor schlucken, sondern verlor in dieser Szene nach wiederholtem Foulspiel auch noch Tim Denker mit Gelb-Rot.

Anschließend gingen auch die letzten Regenschirme auf der Anlage an der Celler Straße zu, denn mit einem heftigen Schauer rechnete keiner mehr. „Natürlich hat uns der Platzverweis in die Karten gespielt. Dennoch kam von Hambergen in der zweiten Halbzeit viel zu wenig. Meine Jungs haben es zudem gut gemacht“, lobte Heidler.

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