Junger Torwart ist Visselhövedes Lichtblick

Hoffmann macht sein Ding

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Bei Abschlägen kann sich Mika Hoffmann noch verbessern, das meint jedenfalls der Torwart des VfL Visselhövede. Dennoch hat er in seiner ersten Saison gleich den Stammplatz erobert.

Visselhövede - Von Vincent Wuttke. Gerade einmal zehn Punkte und kaum noch Hoffnung auf den Klassenerhalt: Für die Kreisliga-Fußballer des VfL Visselhövede ist es eine Saison zum Vergessen. Doch inmitten der negativen Nachrichten hat sich Mika Hoffmann zu einem Hoffnungsträger entwickelt. Der 18-Jährige hat sich in seiner ersten Herrenspielzeit gleich zum Stammkeeper gemausert und machte es am Sonntag auch dem TV Sottrum richtig schwer. Beim 1:2 vereitelte der Schüler zahlreiche Chancen und war gleich in der sechsten Minute hellwach, als er einen Elfmeter von Henrik Bulkowski parierte.

Hoffmann hatte den knallharten Schuss des Sottrumers in seiner rechten Torwart-Ecke entschärft. „Ich suche mir vorher nie eine Ecke aus und entscheide dann immer ganz spontan“, verrät er sein Erfolgsrezept. Doch zufrieden mit dem Spiel ist der Visselhöveder nicht, „weil es wieder nicht gereicht hat“. Dabei war die Begegnung gegen Sottrum ein Spiegelbild der Saison. Der Nachwuchstorwart hielt viele Bälle und wurde dann doch wieder von seinen Vorderleuten viel zu oft im Stich gelassen. Wie zum Beispiel beim 1:2 von Andrej Edel, der völlig frei auf ihn zulief (66.). „Alleingelassen? Es machen eben alle mal Fehler. Ich habe ja auch schon welche gemacht“, erzählt Hoffmann.

Überhaupt konzentriert er sich viel mehr auf seine eigene Leistung, und auch die Bestätigung der Trainer ist ihm nicht so wichtig: „Ich bin da nicht so hinterher. Aber manchmal sagen sie auch von sich aus, dass ich gut war.“ Bei den hohen Ansprüchen an sich selber ist es kein Wunder, dass sich Hoffmann über die vielen Gegentore und die wenigen Punkte ärgert. Immerhin hat er in seinen elf Spielen nur ein Mal gewonnen. „Die Quote ist nicht gerade prall. Aber ich verstehe mich mit allen im Team gut, deshalb komme ich trotzdem immer gerne wieder“, erzählt er. Doch vor allem eine Zielsetzung des jungen Torwarts wird immer wieder verfehlt. „Ich spiele am liebsten zu null. Nur habe ich das erst ein Mal geschafft“, bedauert Hoffmann.

Dabei ist die Saison für ihn persönlich gut gelaufen, denn bis zum vergangenen Sommer hatte er gar nicht mehr gespielt. „Ich war erst in der Vorbereitung zusammen mit meinem Bruder Thorben wieder eingestiegen“, erinnert sich Hoffmann. Davor lief er in der Jugend bei der JSG Vissel 90 lange Jahre im Mittelfeld auf. Von daher sieht Hoffmann bei sich auch noch Potenzial. „Bei meiner Schnelligkeit, Abschlägen und Ecken kann ich mich noch sehr verbessern“, zählt Hoffmann auf.

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