Kein Gegentor im Elfmeterschießen – und Unterstedt verlängert das Trauma

Visselhövede feiert Keeper Kregel

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Es ging zur Sache im Altkreis-Derby, allerdings hielt sich die Härte in Grenzen. Hier bringt Visselhövedes Kai Jager (hinten) Tobias Delventhal zu Fall. 

Die Freude musste einfach mit der Kamera festgehalten werden. Also zückte der verletzt zuschauende Ole Bruns sein Handy und hielt drauf: Max Kregel machte sofort mit, setzte sein schönstes Lächeln auf und formte die Finger zu einer Null – kein Gegentor im Elfmeterschießen des Kreispokal-Derbys. Damit sicherte der neue Keeper seinem VfL Visselhövede den Einzug ins Achtelfinale. Im Duell der Fußball-Kreisligisten siegten die Heidestädter mit 4:1 (1:1/1:0) bei der SG Unterstedt.

Unterstedt - Uwe Delventhal hatte es geahnt. „Elfmeterschießen ist eh unser Trauma und wird es wohl auch immer bleiben“, meinte der Unterstedter Coach. „Deswegen wollten wir es ja auch in der zweiten Halbzeit klar machen.“ Das gelang nicht, sodass das Pendel zugunsten der Gäste ausschlug. Bereits Tobias Delventhal scheiterte als erster Schütze an Kregel, Kristan Baden erging es genauso, während Hannes Kettenburg den Ball über die Latte drosch. So reichten Visselhövede drei Schützen – Patrick Peter, Marcel Fischer und Drilon Demaku –, ehe der Torwart gefeiert wurde und die Mitspieler skandierten: „Kregel gibt einen aus ...“ Der ehemalige Stellichter wiederum bemerkte: „Ich kenne die Gegner ja nicht und konnte mich deshalb nicht darauf vorbereiten. Aber es hat einfach alles gepasst.“ Und noch etwas gestand er: „Eigentlich schieße ich lieber Elfmeter, als dass ich sie halte.“

Sein Trainer Thomas Heidler lobte den Schlussmann selbstredend für dessen Auftritt: „Er hat ein gutes Spiel gemacht und sich belohnt.“ Allerdings hätte es des Elfmeterschießens aus seiner Sicht gar nicht bedurft: „Das war eine richtig gute erste Halbzeit von uns. Und wenn wir die Chancen nutzen, müssen wir es nicht so spannend machen.“ Das stimmte durchaus, denn von den Unterstedtern – personell ebenso gehandicapt wie die Kontrahenten – war kaum etwas zu sehen. Dennoch besaßen sie die erste Großchance, als Celal Ainto den Ball hoch an Kregel vorbeispitzelte, Michael Lohmann aber noch kurz vor der Linie rettete (12.). Fortan dominierten die Gäste, die mit ihrer vierköpfigen Offensivreihe stark pressten. Vor allem Patrick Peter strahlte eine enorme Gefahr aus, wenn er am Ball war. So auch, als er einen Fehlpass von Simon Willenbrock zu einem Solo nutzte, den Ball aber an den Innenpfosten setzte (15.). Auch nach einem Freistoß von Drilon Demaku, den Keeper Phillip Krüger nicht festhalten konnte, war Visselhövede dem Torerfolg sehr nahe. Den Nachschuss von Robert Posilek aus der Nahdistanz wehrte der Torwart aber klasse ab (34.).

Vor 200 Zuschauern schien Peter die Sache dann aber kurz nach der Pause zu entscheiden – 1:0 per Freistoß (49.). Doch fortan spielte Unterstedt den gefälligeren Ball, war engagierter, bissiger und kam nicht unverdient zum Ausgleich. Hannes Kettenburg überlupfte Kregel, Luca Sardo – von Beginn an spielender Goalgetter der Zweiten – drückte ihn über die Linie (73.). Erst jetzt wachte Visselhövede wieder auf, hätte auch durchaus einen Strafstoß von Referee Friedrich Lüning (FC Walsede) erhalten können, als dem am Boden liegenden Willenbrock der von Posilek geschossene Ball an die Hand sprang (76.). So oder so siegten die Heidler-Mannen aber vom Punkt – wenn auch etwas später.

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