Heidler ist „im Modus“

Visselhövedes neuer Coach feiert zum Einstand 2:0-Sieg gegen Selsingen

Thomas Heidler (r.) gewann sein erstes Spiel als Trainer des VfL Visselhövede. Mit Merwan Sabouneh (l.) stand er bereits als Spieler auf dem Platz. - Foto: Woelki
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Thomas Heidler (r.) gewann sein erstes Spiel als Trainer des VfL Visselhövede. Mit Merwan Sabouneh (l.) stand er bereits als Spieler auf dem Platz.

Visselhövede - Von Vincent Wuttke. Immer wieder schallte es laut über den Sportplatz des VfL Visselhövede. „Super Junge“, „Dreht euch“ oder „Klasse Pass“ hörten die rund 80 Zuschauer. Thomas Heidler trieb seine Gastgeber in der Fußball-Kreisliga gegen den MTSV Selsingen bei seinem ersten Spiel als Trainer der Mannschaft immer wieder an und war an der Seitenlinie als Kommentator dabei. „Ich bin im Modus“, fiel ihm während des Spiels auf. „Vissel“ sorgte für einen guten Einstand von Heidler und gewann mit 2:0 (1:0). Es war der erste Saisonsieg.

Der neue Übungsleiter war ausgestattet mit einem kleinen Notizblock und erfuhr Unterstützung von seiner Familie, die wenige Meter neben ihm das Spiel auf der Tribüne verfolgte. Heidler ist ohnehin tief verwurzelt beim VfL Visselhövede. Der 35-Jährige spielte viele Jahre für die erste Herren. Vor einer Woche stand er noch für die Reserve beim 2:9 gegen die SG Unterstedt II auf dem Platz. Die Vertretung aus der 2. Kreisklasse Süd muss nun aber auf den zentralen Mittelfeldspieler verzichten. „Das wird nicht mehr gehen“, sagt der Visselhöveder.

Der Vertriebler beim ortsansässigen Mineralöl-Unternehmen war im Sommer nach zwei Jahren als Trainer beim TuSV Stellichte ausgestiegen und wollte eigentlich eine Pause einlegen. „Ich hatte auch Anfragen von anderen Vereinen, aber eher Zeit für andere Dinge wie Haus, Familie und Tennis eingeplant“, verrät Heidler, der noch einen Co-Trainer sucht. Er spielt auf der roten Asche unter anderem in einer Mannschaft mit Abteilungsleiter Claas Bargfrede. Der Fußball-Boss musste Heidler nach dem Ausstieg von Jörg Beese als Übungsleiter nicht lange überreden. „Schließlich ist ,Vissel‘ mein Heimatverein. Ich kenne jeden Grashalm“, erklärt der Coach, der mit dem Fahrrad zum Spiel kam.

Zwei Trainingseinheiten hat er geleitet und kommt bereits gut bei seiner Elf an. „Ein sehr guter Coach. Das hat schon richtig Spaß gemacht im Traning“, lobt Ogur Beslenmis. Der gelernte Außenverteidiger lief gegen Selsingen im rechten Mittelfeld auf. Auf weitere Experimente verzichtete der Neu-Trainer. Heidler hat übrigens mit vielen Schützlingen gemeinsam auf dem Platz gestanden, bevor er sich 2015 aus der ersten Herren zurückzog. „Ich weiß also, was die Jungs können und was nicht.“

Gegen Selsingen sah der lautstarke Antreiber an der Seitenlinie, dass sein Aufsteiger über eine geordnete Defensive verfügt. Es fehlte in der Offensive aufgrund der Ausfälle von Drilon Demaku (Fußprellung) und Mariusz Szymanski (Urlaub) jedoch die Durchschlagskraft. „Wir hatten keinen gelernten Stürmer auf dem Platz.“ Heidler bot Marcel Fischer im Angriff auf und setzte auf Patrick Peter als Spielmacher. Das Duo entschied das Spiel. In der 45. Minute traf Fischer nach Vorlage von Beslenmis zum 1:0. In der 56. Minute erhöhte Fischer per Elfmeter nach einem Foul von Selsingens Marius Zeuschner an Peter.

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