2:3 bei lädierten Fischerhudern

„Vissel“ legt den Schalter nicht um

Patrick Peter schießt den Ball. Torwart Fabian Meyer schaut dem Ball hinterher. Im Hintergrund stehen Spieler beider Mannschaften.
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Der sitzt: Patrick Peter lässt Torwart Fabian Meyer beim Strafstoß keine Chance.

Im Duell der beiden Aufsteiger in die Bezirksliga hatte der VfL Visselhövede am Ende das Nachsehen - und das trotz drei verletzter Gegner.

Fischerhude – Der neue Ballfangzaun des Sportparks Fischerhude ist noch nicht ganz fertig – die Stäbe stehen, das Gitternetz fehlt noch. Doch auch das hätte nichts gebracht, so oft wie die Bälle im hohen Bogen noch über die oberste Querstange flogen. Dem VfL Visselhövede mangelte es im Auftaktspiel der Fußball-Bezirksliga ohne Frage an der nötige Treffersicherheit. „Da kannst du noch so viele Spielanteile haben, du musst eben die Tore machen“, konstatierte Trainer Thomas Heidler nach der 2:3 (0:1)-Niederlage beim TSV Fischerhude-Quelkhorn, dem Mitaufsteiger der vergangenen Saison.

Weil Visselhövede über Personalnot klagt, stand mit Vincent Teitz ein Innenverteidiger aus der Reserve von Beginn an auf dem Platz. Zur zweiten Halbzeit kam mit Oliver Norden ein weiterer Akteur aus der Reserve als Außenverteidiger hinzu. Nichts war das jedoch im Gegensatz zu den Ausfällen, die die Gastgeber während des Spiels trafen – genau genommen in den acht Minuten vor der Pause. Plötzlich standen sie ohne ihr Innenverteidiger-Duo sowie ohne ihren Stürmer da – der Rettungswagen fuhr vor. Kevin Sammann knallte auf die Schulter und konnte den linken Arm nicht mehr bewegen, Lukas Klapp schied mit Verdacht auf Muskelfaserriss aus, bei Justin Sammann war der Knöchel nach einem Zweikampf mit Finn Vollmer schwer lädiert! „Ein krankes Spiel“, fasste es Fischerhudes Coach Matthias Warnke treffend zusammen. „Den Sieg haben wir teuer bezahlt.“

Draufgetreten: So „blockt“ Fischerhudes Aaron Connemann (vorne) den Ball gegen Thies Lünzmann.

Wohl wahr, doch mindestens ebenso mussten sich die Heidestädter ärgern, dass sie die Gunst der Stunde nicht nutzten, erst recht nicht, nachdem sie per Strafstoß durch Patrick Peter, der zuvor von David Schröder gefoult worden war, ausgeglichen hatten und den Schalter damit quasi bereits umgelegt hatten (60.). „Das war eine sehr unnötige Niederlage“, haderte Heidler deshalb. „Wir haben nicht gegen einen zu starken Gegner verloren, sondern uns die Niederlage selbst zuzuschreiben.“ Das begann im Prinzip bereits in der ersten Minute, als Klapp den Ball über Keeper Max Kregel lupfte – 1:0.

Die nötig gewordenen Umstellungen im Fischerhude Defensivverbund – der eingewechselte Kassim Diallo und Kapitän Dennis Klee bildeten nach den Ausfällen das stabile Abwehrzentrum – nutzten die Visselhöveder nicht aus. Im Gegenteil: Der emsige Flügelspieler Jannis Krenz schenkte ihnen sogar noch einen ein (71.). Als auch Aaron Connemann den Ball gegen Vincent Teitz „erpresste“ und sich mit dem 3:1 belohnte (80.), war das die Vorentscheidung. „Hut ab vor den Jungs, dass wir nach dem Elfmeter so wiedergekommen sind. Der Spielverlauf mit den Verletzten sprach klar pro Visselhövede“, meinte Warnke. Doch den Gästen, die viel zu oft die Entscheidungen von Schiedsrichterin Melina Willig (SG Benefeld-Cordingen) diskutierten, gelang in der sechsminütigen Nachspielzeit nur noch das 2:3 durch Patrick Peter (90.+4).

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