Vier Tore – aber für Bothels Christoph Meinke zählen andere Dinge

„Mit Erfahrung helfen“

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Faust auf die Brust – die typische Christoph-Meinke-Geste nach einem Torerfolg. Tim Beyer (r.) ist der erste Gratulant.

Bothel - Von Vincent Wuttke. Nach der Auswechslung war der Eiskoffer sein bester Freund: 51 Minuten quälte sich Christoph Meinke durch das Spiel – Leistenprobleme und Pferdekuss plagten den Spielmacher des TuS Bothel. Effektiv war er trotzdem wie selten zuvor.

Mit vier Treffern beim 6:0 im Aufsteiger-Ball der Fußball-Bezirksliga gegen den TSV Ottersberg II war der 27-Jährige der überragende Mann der Partie.

Trotz seiner schon recht langen Fußballkarriere ist ein solches Spiel auch für Christoph Meinke noch etwas Besonderes. „Vier Tore erziele ich auch nicht alle Tage. Normalerweise ist ja Cedric Ahrens unser Goalgetter“, sagt Meinke.

Seine Leistenprobleme hatte er mit ins Spiel gebracht, den Pferdekuss in der Anfangsphase erlitten. Ein schmerzverzerrtes Gesicht begleitete ihn fortan. „Die Leiste war dank Schmerztabletten in Ordnung. Der Pferdekuss hat aber schon mächtig reingezogen. In der Halbzeit haben dann auch noch die Muskeln im Oberschenkel zugemacht“, berichtet Meinke. Deshalb wollte er sich auch schon auswechseln lassen. Als er in der 51. Minute aber von Ahrens geschickt wurde, startete der Regisseur noch einmal und vollstreckte zu seinem vierten Treffer. „Da wollte ich unbedingt noch einmal durchziehen“, so Meinke, der direkt danach ausgewechselt wurde.

Für den Mann des Tages waren die eigenen Tore derweil gar nicht so wichtig. Er freute sich vielmehr über andere Dinge – etwa über die Entwicklung der von ihm trainierten Nachwuchskicker. „Sascha Denell ist normalerweise mein Torwart in der A-Jugend. Es freut mich ungemein, wie er sich präsentiert hat. Sein Auftreten ist für mich mindestens so viel wert wie meine vier Tore“, war Meinke stolz auf den jungen Debütanten im Kasten.

Seiner Führungsrolle im Team ist er sich aufgrund seiner Landesliga-Erfahrung bewusst. „Ich habe schon als junger Spieler sehr viel gelernt, vor allem von den Trainern habe ich viel mitgenommen. Das hilft mir in dieser Saison ungemein. Jetzt möchte ich meinen Teamkollegen mit meinen Erfahrungen helfen.“

Die vier Zähler aus den ersten beiden Spielen bewertet Meinke als besonders wertvoll: „So einen Start hätten wir uns nicht erträumen können. Wir denken, dass wir mindestens 30 Punkte brauchen, um in der Klasse zu bleiben. Daher ist es besonders zu Beginn wichtig, viele Punkte einzufahren und nicht gleich in einen Negativstrudel zu geraten.“ Die Saisonziele möchte er jedoch nicht ändern: „Es geht nur darum, in der Klasse zu bleiben. Mehr zu erwarten, wäre vermessen.“

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