Der Abstiegsspuk im Altkreis: Jetzt Gras fressen!

Vier Teams – alle stehen aktuell im Keller

Der Abstiegsspuk im Altkreis: Jetzt Gras fressen!

Rotenburg - Von Matthias Freese, Mareike Ludwig und Vincent Wuttke. Das gab es noch nie: Vier Teams stellt der Altkreis Rotenburg in dieser Saison auf der Fußball-Bezirksebene – doch nach aktuellem Stand bleibt davon im nächsten Jahr kaum eines übrig. In der Landesliga steckt der Rotenburger SV auf einem Abstiegsplatz fest, in der Bezirksliga befinden sich die Rotenburger Reserve und der TV Stemmen auf einem direkten Rang in Richtung Kreisliga, der TuS Bothel zudem auf dem Relegationsplatz. Abstiegsspuk im Altkreis.

In der derzeitigen Situation heißt es für alle vier Kellerkinder: Gras fressen oder ins Gras beißen! „Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen“, betont Rotenburgs Landesliga-Coach Andre Schmitz zwar, doch die Angst vor dem Super-GAU ist durchaus präsent. „Wir haben keine Zeit mehr und müssen jedes Spiel wie ein Endspiel angehen.“ Zumal ein Abstieg doppelt negative Folgen hätte, denn in diesem Fall müsste auch die Reserve runter, selbst wenn sie den Ligaverbleib noch sichern sollte.

Keine Panik in Bothel

Aktuell liegt der RSV in der Landesliga fünf Punkte hinter dem rettenden Ufer, für die Reserve sind es neun Punkte. Ihr großes Plus: Sie kann derzeit viele Spieler der Ersten einsetzen. Ihr großer Nachteil: In den letzten vier Spielen darf sie es aufgrund des Regelwerks nicht mehr.

Solche Möglichkeiten haben die Bezirksliga-Rivalen TuS Bothel und TV Stemmen nicht – beide liegen aktuell einen Punkt hinter der rettenden Position zwölf, die der FC Worpswede seit dem vergangenen Wochenende einnimmt. In Panik verfällt Bothels Spielertrainer Christoph Meinke deshalb aber nicht. „Noch liegen dort unten alle Teams eng beieinander. Mit einer kleinen Serie kann es ganz schnell wieder weiter nach oben gehen, sodass es dann schon gleich besser aussieht. Daher ist meiner Meinung nach auch noch alles offen.“ Dass sich sein Team aber nicht mehr viele Ausrutscher erlauben darf, weiß auch Meinke. Gerade im jüngsten Spiel gegen den FC Worpswede hat Bothel schließlich ein weiteres Kellerkind durch die 0:1-Niederlage vorbeiziehen lassen. „Unsere Chancenverwertung ist einfach mangelhaft. Wir arbeiten zu wenig nach vorne“, weiß Meinke.

Am Angriff liegt es bei den Stemmern indes nicht. Vielmehr unterstreichen die bisherigen 80 Gegentreffer das große Abwehrproblem. „Wir müssen jetzt ganz dringend Punkte einfahren, sonst ist der Zug bald abgefahren“, schätzt Stemmens Trainer Heiko Schreiber die brenzlige Situation realistisch ein. Er geht sogar noch einen Schritt weiter: „Wir können auch noch abgeschlagener Letzter werden. Im Moment spricht nicht mehr viel für uns!“ Schreiber spricht es aus: So schlecht wie momentan war es um die Altkreis-Teams noch nie bestellt.

 

Rotenburger SV

  • Tabellenvierzehnter in der Landesliga
  • 21 Spiele, 25:35 Tore, 20 Punkte
  • Abstand Nichtabstiegsplatz: 5 Punkte
  • Beste Torschützen: Tim Ebersbach (6), Atilla Iscan (4)
  • Trend: N-S-S-N-U

Gründe

Zu wenig erzielte Tore, falsche

Personalplanung vor der Saison.

„Wir schaffen es, weil ... 

ich an die Mannschaft glaube und sie es kann.“

(Trainer Andre Schmitz)

Unser Tipp 

Es wird ein ganz heißer Tanz bis zum letzten Spieltag. Der RSV wird den Super-GAU knapp verhindern.

TV Stemmen

  • Tabellenvierzehnter in der Bezirksliga
  • 22 Spiele, 45:80 Tore, 22 Punkte
  • Abstand Nichtabstiegsplatz: 1 Punkt
  • Beste Torschützen: Douglas Grun (11), Martin Illinger (11)
  • Trend: S-N-S-U-N

Gründe

80 Gegentore sind deutlich zu viel, der Kader ist nicht ausgewogen genug.

„Wir schaffen es, weil ... 

wir es eigentlich drauf haben und die Konkurrenz nicht besser ist.“

(Trainer Heiko Schreiber)

Unser Tipp 

Es wird nichts mit dem Klassenerhalt für Stemmen.

 

TuS Bothel

  • Tabellendreizehnter in der Bezirksliga
  • 21 Spiele, 28:36 Tore, 22 Punkte
  • Abstand Nichtabstiegsplatz: 1 Punkt
  • Beste Torschützen: Cedric Ahrens (8), Christoph Meinke (6)
  • Trend: N-N-S-U-N

Gründe

Zu wenig erzielte Tore, zu großes Verletzungspech.

„Wir schaffen es, weil ... 

wir eine gute mannschaftliche Geschlossenheit haben. Wir sind mit dem nötigen Spaß dabei.“

(Spielertrainer Christoph Meinke)

Unser Tipp 

Mehr als der Relegationsplatz ist nicht drin.

 

Rotenburger SV II

  • Tabellensechzehnter in der Bezirksliga
  • 23 Spiele, 26:35 Tore, 14 Punkte
  • Abstand Nichtabstiegsplatz: 9 Punkt
  • Beste Torschützen: Jelle Röben (6), Jannis Oberbörsch (5)
  • Trend: N-N-S-N-S

Gründe

Zu wenig Qualität und zu viele Ausfälle in der Hinrunde.

„Wir schaffen es, weil ... 

wir eine Jetzt-Erst-Recht-Stimmung haben.

(Co-Trainer Alexander Bese)

Unser Tipp 

Es reicht nicht, weil in den letzten vier Spielen keiner mehr aus der Ersten aushelfen darf.

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