Bezirksliga-Derby zwischen Stemmen und Visselhövede endet 4:4 / Vater und Sohn Wingerning gemeinsam auf dem Feld

Vier Mal geführt und am Ende doch nicht gewonnen

Tobias Lehmann (am Ball) und sein TV Stemmen dominierten das Derby gegen Visselhövede zwar, am Ende durften sich Marten Schwarz (dahinter) und Kollegen aber über ein 4:4 freuen. - Foto: Woelki

STEMMEN - Starke Nerven brauchten gestern Abend die Trainer des TV Stemmen und des VfL Visselhövede. In einem packenden Bezirksliga-Derby trennten sich die Fußballer 4:4 (2:1). „Ich bin richtig enttäuscht“, zeigte sich Stemmens Coach Jaime Wink kurz nach Ende der Heimpartie niedergeschlagen. Kein Wunder: Seine Mannschaft ging vier Mal in Führung. „Wir haben es leider nicht geschafft nachzulegen“, betonte Wink.

Dabei sah es zu Beginn so aus, als würde Stemmen in dem Spiel wenig Probleme mit „Vissel“ bekommen. Die ersten 30 Minuten dominierten die Gastgeber die Partie nach Belieben und gingen in der 22. Minute verdient in Führung. Ein Schussversuch von Douglas Grun wurde von der Gäste-Abwehr unglücklich in den Lauf von Simon Erdmann abgefälscht, der den Ball aus rund acht Metern im Tor unterbrachte. Statt aber die Überlegenheit weiter in Tore umzumünzen, kam Visselhövede wie aus dem Nichts zum Ausgleich (28.). Einen Freistoß aus 25 Metern hämmerte Atdhe Haliti unhaltbar in die Maschen. Nach dem Ausgleich übernahm Stemmen wieder das Kommando und drängte auf das 2:1. Das fiel noch vor der Halbzeit, als Hannes Bellmann eine Ecke von Grun ins Tor köpfte (42.).

Statt nach dem Seitenwechsel weiter Druck aufzubauen, fiel erneut der Ausgleich, nachdem die Gastgeber den Ball nicht aus ihrem Fünfmeterraum klären konnten. Geistesgegenwärtig schob Atdhe Haliti den Ball aus kurzer Distanz über die Linie (49.). Doch Stemmen ließ sich von dem erneuten Ausgleich nicht verunsichern und ging in der 54. Minute wieder in Führung. Martin Illinger bediente den in der Mitte positionierten Bellmann. Er ließ „Vissels“ Ersatzkeeper Jens Wingerning, der erstmals zusammen mit seinem Sohn Jan-Niklas in der ersten Mannschaft auflief, aussteigen und markierte das 3:2. Doch nur neun Minuten später waren die Gäste wieder zur Stelle. Nach einem langen Einwurf in den Strafraum netzte Mariusz Szymanski aus kurzer Distanz ein. Grun brachte Stemmen zum vierten Mal in Front. Bei seinem 20-Meter-Schuss war Schlussmann Wingerning chancenlos (72.). Die große Chance, erneut den Ausgleich zu erzielen, vergab Arben Haliti in der 83. Minte, nachdem Steffen Brunckhorst Atdhe Haliti im Strafraum gefoult hatte. Den fälligen Strafstoß hielt Stemmens Keeper Florian Schirmacher stark. Doch „Vissel“ gab nicht auf und kam in der 87. Minute doch noch zum Ausgleich. Dieses Mal machte es Arben Haliti besser und knallte den Ball aus gut vier Metern eiskalt ins Tor.

„Wir haben eine tolle Moral bewiesen und uns immer wieder zurückgekämpft“, lobte Visselhövedes Trainer Morad Bounoua und ergänzte: „Wir hatten zwar nicht so viele Chancen wie Stemmen, haben dafür aber die wenigen Möglichkeiten optimal genutzt. Ich kann mit dem Punkt gut leben.“

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