Zu viele Ausfälle – RSV unterliegt 0:5 in Northeim / Denkpause für Drewes

Fünferkette und Fünferpack

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Sajih Jaber stand gestern das erste Mal in der Startelf des Rotenburger SV und besaß eine der wenigen Chancen. Zur Pause wurde er aber ausgewechselt.

Rotenburg - Mit der bisher höchsten Saisonniederlage hat sich der Rotenburger SV in der Fußball-Oberliga gestern endgültig in die Krise gespielt: Die 0:5 (0:1)-Pleite beim Aufsteiger Eintracht Northeim war die vierte Schlappe in Serie – und bereits das dritte Spiel in Folge ohne eigenen Torerfolg. „Wir können die Ausfälle einfach nicht kompensieren“, haderte Trainer Jan Fitschen nach dem Abpfiff.

Ohne die erkrankten Kevin Klützke und Herman Puhmann, ohne die verletzten Mathis Wulff, Tobias Kirschke und Dragan Muharemi, ohne Abwehrchef Christoph Drewes – dem RSV fehlten gleich sechs potenzielle Stammkräfte. Wobei Fitschen übrigens freiwillig auf Drewes’ Dienste verzichtete. „Er hat aus disziplinarischen Gründen für dieses Spiel eine Denkpause bekommen“, bestätigte der Coach. Über die genauen Vorfälle im Training wollte er nichts sagen, ergänzte aber: „Morgen geht es wieder bei null los.“

Bei null, aber mit Fünferkette startete auch das Spiel für den RSV. „Damit wollten wir den Jungs Sicherheit geben“, sah sich Fitschen zunächst auch in der Maßnahme, Beton anzurühren, bestätigt. Ferhat Kadah, Jannis Niestädt und Ferdi Yilmaz tummelten sich im Zentrum, Jelle Röben und Andy Kiel außen. Doch nach dem Rückstand in der 27. Minute war auch dieses Konzept über den Haufen geworfen. Einen Schuss von Mehdi Mohebieh wehrte Keeper Henner Lohmann noch ab, doch prallte der Ball ans Knie von Jelle Röben – und von dort aus ins Tor. Rotenburgs einzige Chance im ersten Durchgang hatte kurz zuvor Sajih Jaber vergeben (21.).

Nach der Pause fand der RSV zunächst gut ins Spiel – „und dann kriegen wir solch einen Nackenschlag“, spielte Fitschen auf das zweite Gegentor durch Thorben Rudolph an und monierte eine klare Abseitsstellung (48.). Ein Eigentor von Rotenburgs Verteidiger Kadah nach einer scharfen Hereingabe von Dennis Flügge besiegelte endgültig die Niederlage (63.). Melvin Zimmermann legte noch zwei weitere Treffer nach (72./85.), die Wümmestädter besaßen lediglich durch Ferdi Yilmaz (78.) und Yannik Malende (87.) Einschussmöglichkeiten.

Aufgrund der erneuten Niederlage und der offensichtlichen Offensivschwäche ist der gute Saisonstart des RSV damit inzwischen dahin, auch wenn die Fitschen-Elf weiterhin auf dem ersten Abstiegsplatz bleibt und Kontakt zum Mittelfeld hält.

maf

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