RSV kurz vor der Zielgeraden / Grewe hilft und kehrt vermutlich als Präsident zurück

LSB verzichtet auf Rückforderung

Die dunklen Wolken über dem Umkleidegebäude ziehen vorüber – der LSB verzichtet auf seine Rückforderung. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Mit guten Nachrichten geht der Vorstand des Fußball-Landesligisten Rotenburger SV am Freitag um 19 Uhr in seine Jahreshauptversammlung: Die vom Landessportbund (LSB) geforderte Rückzahlung des Zuschusses in Höhe von 25 000 Euro, der 2006 für den Neubau des Umkleidegebäudes geflossen ist, muss nun doch nicht getätigt werden. Damit hatte der Einspruch des Wümme-Clubs Erfolg.

„Der LSB verzichtet auf eine Rückforderung und das Schreiben vom 14.1. ist als gegenstandslos zu betrachten“, teilte der Verband bereits am 11. März mit, wie Thorsten Nitz, der zweite Vorsitzende des RSV, jetzt bekanntgab. Der LSB hatte zuvor moniert, dass der Zuschuss zu Unrecht gezahlt worden sei, weil unter anderem der Anteil an Eigenleistungen nicht plausibel erschienen sei. Der Verein hatte sich daraufhin auf vier Seiten zu allen acht Feststellungen geäußert und anscheinend für die erforderliche Aufklärung gesorgt.

Hätte der LSB auf die Rückforderung bestanden, wären zudem Zinsen für die zurückliegenden zehn Jahre hinzugekommen. „Dann wären wir bei insgesamt 38 000 Euro gewesen“, berichtet Nitz. Noch schlimmer: Die vom Rat beschlossene Überweisung in Höhe von 72 000 Euro an den RSV für die Übertragung des Umkleidegebäudes, die zur Entschuldung des Vereins eingesetzt werden soll, wäre hinfällig gewesen.

Noch fließt das Geld von Stadt an RSV allerdings nicht, denn insgesamt ist die Auszahlung an drei Auflagen gebunden. „Die ersten beiden haben wir erfüllt“, verweist Nitz auf eine nicht zu befürchtende Rückzahlung an den Landkreis und den Verzicht auf eine Rückforderung durch den LSB. Bleibt das Thema Finanzamt. Das hatte zunächst durchklingen lassen, dass im Falle des Geldflusses wohl Steuern anfallen würden. Die Unterlagen wurden eingereicht und werden noch geprüft. „Und unser Steuerberater sieht das sehr positiv“, sagt Nitz. Erst wenn auch hier keine Forderungen bestehen, zahlt die Stadt den nachträglichen Zuschuss.

Federführend involviert war und ist bei der ganzen Angelegenheit der Beiratsvorsitzende Peter Grewe. „Er weiß am besten über alles Bescheid“, verweist Nitz darauf, dass das Umkleidegebäude zu der Zeit gebaut wurde, als der Rotenburger Geschäftsmann Vorsitzender des RSV war.

Übrigens könnte er es am Freitag wieder werden und die Vakanz auf diesem Posten beenden. Schon Ostermontag wurde am Rande der Partie gegen Eintracht Lüneburg diese Personalie unter dem Dachvorsprung des Umkleidegebäudes kolportiert. Grewe selbst nahm am Dienstag an der vorbereitenden Sitzung zur Jahreshauptversammlung teil und meint auf eine Rückkehr an die Vereinsspitze angesprochen: „Kann schon angehen.“ Es wäre das dritte Mal nach der Zeit von 2002 bis 2005 und von 2006 bis 2009, dass Grewe als Präsident den RSV führen würde. Und in keine seiner bisherigen Amtszeiten ging es dem Club finanziell wohl so gut wie jetzt.

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