RSV verpasst Sprung an die Spitze – 1:2 in Celle / „Vor meinem Körper und angelegt“

Hand? Klützke beteuert Unschuld

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Ärgerlich: Das 0:1 musste sich Timo Kanigowski ankreiden lassen, auch wenn der Abwehrspieler des Rotenburger SV sonst ein gutes Spiel ablieferte und hinten nicht viel zuließ.

Rotenburg - Rückschlag im Titelrennen für die Landesliga-Fußballer des Rotenburger SV: Im Spitzenspiel beim Aufsteiger und Tabellenführer MTV Eintracht Celle verpasste die Wümme-Elf den Sprung nach ganz vorne und unterlag stattdessen mit 1:2 (0:0). Es war die dritte Saisonniederlage und das erste verloren gegangene Spiel gegen eines der drei weiteren Top-Teams der Liga. Der Anschlusstreffer von Patrick Peter in der Nachspielzeit reichte da nicht mehr.

Nach dem 7:0-Höhenflug gegen das Schlusslicht MTV Dannenberg nun also die Bauchlandung in der Residenzstadt. „Das war schon ärgerlich, es waren zwei gleichwertige Mannschaften mit jeweils guten Chancen“, fand RSV-Betreuer Jörg Matthies. Zudem brachte Schiedsrichter Arber Pllana (VfL Jesteburg) die Gäste gegen sich auf, als er nach einigem Zögern in der 87. Minute auf Elfmeter für Celle entschied. Nach einer Linksflanke traf der Ball die Hand von Kevin Klützke. Und der RSV-Kapitän beteuerte: „Das war kein Elfmeter, das haben die Gegenspieler und Zuschauer auch gesagt. Die Hand war vor meinem Körper, sogar angelegt – und das im Lauf. Ich habe meine Körperfläche nicht vergrößert! Wenn er dafür Elfmeter gibt, gibt es drei in jedem Spiel.“ Lars Lutschewitz verwandelte vom Punkt zum 2:0 (88.).

Das erste Gegentor hatten sich die Rotenburger dafür ganz alleine zuzuschreiben. Vielmehr war es der sonst starke Innenverteidiger Timo Kanigowski gewesen, der dem Ball nach einem Zuspiel von Keeper Henner Lohmann nicht entgegengegangen war. „Da hat er zu lange gezögert“, berichtete Matthies. Prompt war Henry-Frederik Struwe dazwischengesprintet und hatte wiederum den einschussbereiten Tim-Yannik Struwe bedient (69.).

Mehrfach hatte auch der RSV die Chance besessen, zumindest auszugleichen – insbesondere Patrick Peter scheiterte aussichtsreich. Erst in der Nachspielzeit gelang ihm von der linken Strafraumkante aus per Freistoß ins lange Eck das 1:2 (90.+1).

„Ein Unentschieden wäre das gerechtere Ergebnis gewesen“, meinte Jörg Matthies. Er räumte aber auch ein: „Celle hat mehr für das Spiel getan, wir haben sehr abwartend und auf Konter gespielt.“ Dabei hatte Coach Jan Fitschen im Vorfeld noch Attacke angekündigt, doch schien der Respekt vor dem Spitzenreiter so groß zu sein, dass er die vorsichtigere Spielweise wählte. Zur Pause musste er zudem umstellen, nachdem Atilla Iscan aufgrund von Fußproblemen ausschied. Für ihn rückte Tobias Kirschke ins Team. Zwar liegt der RSV weiterhin nur drei Punkte hinter Spitzenreiter Celle, doch der Tabellendritte FC Hagen/Uthlede folgt mit nur zwei Zählern dahinter und hat drei Partien weniger bestritten. „Aber sie müssen auch erst mal ihre Spiele gewinnen“, sieht Matthies trotz des Rückschlags noch nicht schwarz, was den Titelkampf angeht.

maf

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