Mickelat besitzt einzige Chance

RSV verlässt die Spitzengruppe und verliert 0:2 beim TuS Harsefeld

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Gerade noch geklärt: Harsefelds Bilali Paraiso (vorne) hatte aber einige Probleme mit Rotenburgs Stürmer Arthur Bossert.

Harsefeld - Von Matthias Freese. In der 54. Minute hatte Tim Ebersbach genug gesehen. „Los, alle warmmachen“, rief er seinen Auswechselspielern auf der Bank zu, nachdem sich sein sonst so zuverlässiger Innenverteidiger Timo Kanigowski gerade hatte ausspielen lassen. Für den Coach des Rotenburger SV und seine Landesliga-Fußballer sollte es aber erst noch schlimmer kommen. Beim Tabellenzweiten TuS Harsefeld fielen die Gegentore zur 0:2 (0:0)-Niederlage durch Pascal Schawaller (67.) und Rabie Mselmi (90.+2) erst im letzten Drittel des Spiels. In der Tabelle purzelte der RSV dadurch aus dem Spitzenquartett der Liga raus.

„Das war ein schwieriges Spiel auf dem Boden, aber vor allem war Harsefeld körperlich präsenter“, nannte Rotenburgs Sechser Tobias Kirschke den wesentlichen Unterschied. Auch er selbst hatte Probleme, seine gewohnte Kopfball- und Zweikampfstärke durchzubringen und schied zudem mit einem gezerrten Oberschenkel in der 79. Minute aus.

Harsefeld drängte den RSV in der ersten Viertelstunde immer wieder in dessen Hälfte, dann jedoch befreite sich die Wümme-Elf zunehmend und übernahm bis zur Halbzeit optisch die Kontrolle. Andreas Kiel nahm im Mittelfeld Rabie Mselmi gut aus dem Spiel. Einziges Manko: Es wurden kaum Torchancen kreiert. Die beste – und fast schon einzige – vergab Björn Mickelat per Nachschuss nach einem abgewehrten Freistoß von Marcello Muniz (34.). 

Sturmpartner Arthur Bossert kam derweil nicht zum Abschluss, obwohl er Gegenspieler Bilali Paraiso einige Probleme bereitete. Der Innenverteidiger durfte sich sogar fünf Fouls erlauben, ehe er nach einem Handspiel eine Torchance für Bossert verhinderte und Gelb von Referee Klaas-Hendrik Meyenberg (TSV Auetal) sah (36.). Zur Pause ließ ihn sein Trainer Dennis Mandel draußen und zog Stefan Forthaus zurück. Zusammen mit dem starken Danny Berner stand die großgewachsene Harsefelder Defensive nun sicher.

Yannick Chwolka (r.) als Torwart? Nein, Henner Lohmann ist bereits ausgespielt – und auch der Außenverteidiger des RSV kann das 2:0 durch Rabie Mselmi auf der Linie nicht verhhindern.

Das wiederum sah bei den Rotenburgern anders aus. „Viele Bälle haben wir aus der Abwehrkette nicht gut rausgespielt“, wusste Ebersbach. Insbesondere die Innenverteidigung mit Kanigowski und Karol Karpus wirkte nicht so stabil wie gewohnt. „Und Harsefeld hatte in der zweiten Hälfte die bessere Zweikampfquote. Die waren griffiger und haben den Sieg dadurch auch verdient.“

Dem Führungstreffer ging ein satter Schuss von Nico Osuch voraus, den Keeper Henner Lohmann nach vorne wegfaustete. Beim Nachschuss von Pascal Schawaller reagierte Rotenburgs Abwehr viel zu spät. „Ich kann nicht beurteilen, wer da geschlafen hat, aber das darf nicht passieren“, meinte Ebersbach.

Bereits in der 83. Minute hätte Berner mit einem Kopfball ans Aluminium fast alles klargemacht. Nachdem der RSV volles Risiko ging und Kanigowski „opferte“, erhöhte Mselmi nach einem Solo in der Nachspielzeit auf 2:0. Erst ließ er Karpus und Lohmann aussteigen, dann dem auf der Linie stehenden Yannick Chwolka keine Chance (90.+2). RSV-Chancen gab es in diesem Durchgang nicht.

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