Verkürzte Winterpause – wie die Clubs reagieren / Nur Sztorc findet es gut

„Das ist verrückt“

+
Atilla Iscan (am Ball) muss mit dem Rotenburger SV noch am 19. Dezember ran.

Und Julian Diekmann - Von Vincent Wuttke. Auf den Fußballplätzen der Region macht sich Unbehagen breit. Während viele Vereine auf Grundlage der Spielpläne eigentlich am Nikolaustag ihre letzten Spiele in diesem Jahr hätten, müssen sie wegen der zurückliegenden Wetterkapriolen nun zum Teil bis kurz vor Weihnachten noch ran, um ihre Nachholspiele abzuarbeiten. Dadurch verkürzt sich auch die Winterpause deutlich. Das kommt nicht bei allen Trainern gut an.

RSV-Coach Jan Fitschen hat wenig Probleme damit, dass sein Team in der Landesliga bis kurz vor Weihnachten spielen muss. „Das ist kein Beinbruch“, sagt er. Ihn ärgere vielmehr, dass nicht genau absehbar ist, ob die ganzen Nachholspiele aufgrund des Wetters auch wirklich stattfinden. „Dann hätten wir völlig umsonst trainiert“, argumentiert der Rotenburger Trainer, der mit seinem Team am 19. Dezember beim SV Eintracht Lüneburg noch auflaufen muss. Bereits am 15. Januar bittet er seine Mannschaft schon wieder zum ersten Training, bevor am 31. Januar das erste Ligaspiel des neuen Jahres beim SV BW Bornreihe ansteht.

„Wie ein Spiel auf den 20. Dezember verlegt werden kann, ist mir ein Rätsel. Das ist verrückt“, macht Visselhövedes Bezirksliga-Coach Morad Bounoua seinen Unmut über den Termin des Nachholspiels beim MTV Riede deutlich. Dabei gibt es für Bounoua vor allem ein Argument, dass gegen eine so kurze Winterpause spricht: „Die Jungs brauchen Zeit, um vom Fußball abzuschalten und müssen sich die Lust auf Fußball wiederholen. In diesem Jahr haben sie dazu nur drei Wochen.“ Da es für „Vissel“ am 14. Februar mit dem Spiel beim TV Stemmen wieder losgeht, plant der Coach einen Trainingsbeginn Mitte Januar, „wenn nicht sogar noch früher.“

TuS Bothel

Der TuS Bothel ist die einzige Mannschaft in der Bezirksliga, die bereits 16 Spiele absolviert hat und wird – wenn alles glatt läuft – bereits am 7. Dezember in die Winterpause starten. „Ich bin kein großer Freund von Nachholterminen. Wenn sich die Möglichkeit ergibt zu spielen, dann sollte sie auch wahrgenommen werden“, kritisiert Bothels Trainer Peter Ullrich die für ihn oft zu schnellen Spielabsagen. Somit dürfte sein Club das einzige Team in der Liga sein, das planmäßig in die Winterpause geht und dadurch mehr Zeit für die Regeneration hat als die anderen Vereine. Den Trainingsbetrieb nimmt Ullrich in der zweiten Januarwoche wieder auf.

Coach Dariusz Sztorc vom Rotenburger SV II hat mit dem Spielplan kein Problem. „Ich spiele lieber jetzt als im nächsten Jahr zu Ostern oder innerhalb der Woche.“ Er erkennt sogar noch Vorteile der Situation: „Als Spieler habe ich es früher immer gehasst, dass die Winterpause fast drei Monate gedauert hat. Von daher ist es doch umso besser.“ In diesem Jahr fällt die Auszeit denn auch deutlich kürzer aus. „Am 20. Dezember ist das letzte Spiel. Dann treffen wir uns am Montag darauf noch ein Mal und machen bis zum 10. Januar Trainingspause“, erklärt Sztorc.

Heiko Schreiber, Trainer des TV Stemmen ist genau anderer Meinung. „Ich finde es sehr ärgerlich, bis kurz vor Weihnachten spielen zu müssen.“ Sein letztes Spiel des Jahres hat sein Bezirksligist vier Tage vor Heiligabend gegen den TSV Ottersberg II. „Ich bin ja jetzt auch schon einige Jahre als Trainer dabei, aber das früher schon mal bis kurz vor Weihnachten gespielt wurde, daran kann ich mich nicht erinnern. Ich hätte die Nachholspiele lieber auf Ostern gelegt.“

Werder-Training am Mittwoch

Werder-Training am Mittwoch

Textilien im Rausch der Individualisierung

Textilien im Rausch der Individualisierung

Die EU erwartet nach Mays Brexit-Rede harte Verhandlungen

Die EU erwartet nach Mays Brexit-Rede harte Verhandlungen

"Es wird pompös" - Fashion Week startet durch

"Es wird pompös" - Fashion Week startet durch

Meistgelesene Artikel

Schmitz angelt sich Fadiga und Kösling und feiert Turniersieg

Schmitz angelt sich Fadiga und Kösling und feiert Turniersieg

Solo macht Nachtschichten, um das Wunder zu schaffen

Solo macht Nachtschichten, um das Wunder zu schaffen

Hurricanes am Abgrund - frühe Fouls frustrieren Young

Hurricanes am Abgrund - frühe Fouls frustrieren Young

Utz Bührmann: „Der Druck ist gewaltig“

Utz Bührmann: „Der Druck ist gewaltig“

Kommentare