Verdacht der Spielmanipulation überschattet Derby zwischen RSV und Uphusen

Wetten, dass…?

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Christoph Drewes (Mitte) droht dem Rotenburger SV morgen auszufallen. Der Abwehrchef hatte sich zuletzt in Göttingen das Knie verdreht – Montag ist MRT-Termin.

Rotenburg - Eigentlich wäre es ein ganz normales Kellerduell, das da morgen um 14 Uhr im Ahe-Stadion zwischen den Oberliga-Fußballern des Rotenburger SV und des TB Uphusen ansteht.

Doch die Vorfälle beim Achimer Stadtteil-Club, bei dem der Verdacht der Spielmanipulation und des Wettbetrugs im Raum steht, lassen das Derby in den Hintergrund rücken. „Es gibt ja kein anderes Thema mehr“, hat auch RSV-Coach Jan Fitschen vor der letzten Hinrundenpartie festgestellt. Gespielt wird trotzdem, wetten, dass …?

Zu den Vorwürfen, die so hohe Wellen schlagen, möchte Fitschen „keine Stellung nehmen, weil es nicht unsere Baustelle ist“. Der Trainer lenkt seinen Blick ohnehin auf den eigenen Kader – „und da bin ich froh, wenn ich elf gesunde Leute auf dem Platz habe. Bis dahin werde ich alle in Watte packen“, verweist er auf die prekäre Situation.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit fallen morgen auch Abwehrchef Christoph Drewes (Knie verdreht) und Mittelfeldakteur Tobias Kirschke (Oberschenkelprobleme) aus. „Dann hätte ich mehr Verletzte als gesunde Spieler im Kader“, so der Coach. Allein vier „Sorgenkinder“ hat es mehr oder weniger schlimm am Knie erwischt – neben Drewes noch Ferhat Kadah (Kreuzbandriss), Jelle Röben (Kreuzbandanriss) und Janis Schwarzkopf (Meniskusprobleme), der eventuell nächste Woche wieder das Training aufnimmt.

Immerhin wird Herman Puhmann nach längerer krankheitsbedingter Auszeit vermutlich erstmals wieder auf der Bank sitzen. „Aber er ist eigentlich noch nicht so weit, dass er spielen könnte“, sagt Fitschen wohlwissend, dass er darauf keine Rücksicht nehmen kann. Im Januar soll auch Neuzugang Patrick Brillowski nach seinem Kreuzbandriss ins Geschehen einsteigen. Blitztransfer Ture Ott ist diese Wochenende noch nicht spielberechtigt, er muss noch eine Woche bis zum Heimspiel gegen die SV Drochtersen/Assel warten. Für die anstehende Partie zieht Fitschen übrigens „ernsthaft in Erwägung“, sich selbst auf den Bogen zu setzen. „Und wenn ich jemanden aus der Zweiten kriege – sehr, sehr gerne“, betont er.

Der jüngste 5:1-Sieg beim 1. SC Göttingen 05 hat das Punktekonto des Drittletzten nicht nur auf elf Zähler anwachsen lassen, sondern war auch gut für die Moral. Ob der TB Uphusen, der auf jeden Fall auf die gesperrten Maciej Gawronski und Mateusz Peek verzichten muss, nach den jüngsten Vorfällen mit klarem Kopf in die Partie geht, wird sich zeigen. Jan Fitschen glaubt nicht an einen Vorteil für sein Team: „Die, die bei Uphusen auflaufen, denken an Fußball und blenden alles andere aus. Die haben so viele gute und erfahrene Leute, dass sie das Maximale rausholen werden“, ist er überzeugt. Sollte sein RSV jedoch die Punkte einfahren, würde der Wümme-Club auf Platz 13 klettern – und an Uphusen vorbeiziehen.

maf

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