Rotenburger Neuzugänge im Check

RSV-Coach Ebersbach vergleicht van den Berg mit dem „jungen Drewes“

Führungskraft vom ersten Spiel an: Sämi van den Berg (rechts) entpuppte sich schnell als enorme Verstärkung für die Defensive des RSV.
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Führungskraft vom ersten Spiel an: Sämi van den Berg (rechts) entpuppte sich schnell als enorme Verstärkung für die Defensive des RSV.

Rotenburg – Die Quote ist nicht allzu schlecht. Im Gegenteil: Von den Neuzugängen, die der Rotenburger SV für sein Oberliga-Abenteuer verpflichtet hatte, avancierten drei Spieler prompt zu Stammkräften – Torwart Fabiano Curia, Innenverteidiger Sämi van den Berg sowie der Sechser Luca Althausen. Und auch Flügelspieler Noel Lohmann hat es im Laufe der bisherigen Saison bis zur Corona-Auszeit zumindest in den Kreis der Startelf-Kandidaten geschafft und durfte schon mehrmals beginnen. Zeit für eine Zwischenbilanz.

Fabiano Curia

Top-Transfer Nummer eins: „Er hat uns pünktlich zum Saisonstart konkurrenzfähig gemacht. Ich habe noch keinen besseren Torwart trainiert“, schwärmt Trainer Tim Ebersbach vom 30-jährigen Keeper, der keinen einzigen Durchhänger hatte und meist zu den Besten gehörte. „Mit seiner Ruhe und seinen Diagonalbällen hilft er uns sehr.“

Top-Verstärkung: Fabiano Curia.

Sämi van den Berg

Noch ein Top-Transfer: Mit seinen 20 Jahren eine ganz sichere Bank in der Abwehr. „Er ist von Beginn an ein Führungsspieler gewesen und für uns unverzichtbar. Besser hätte eine Verpflichtung nicht passen können“, urteilt Ebersbach über den Mann mit den holländischen Wurzeln. „Für mich ist er der junge Christoph Drewes, nur noch professioneller, was das Verhalten neben dem Platz angeht“, sagt Ebersbach und schmunzelt. Der Vergleich passt, schließlich ist van den Berg auch der Kartensammler im Team – in sieben Partien kassierte er schon fünf Gelbe – und musste so ein Spiel pausieren.

Volltreffer: Luca Althausen.

Luca Althausen

Der nächste Volltreffer! Der 19-jährige Dörverdener kam aus der A-Junioren-Bundesliga vom Niendorfer TSV, stand mit einer Ausnahme stets in der Startelf und übernimmt viele Standards. In der Vorbereitung meist in der Abwehr aufgeboten, seither aber als Sechser unterwegs. „Er bringt für sein Alter schon wahnsinnig viel Ruhe und Übersicht mit und ist ein Spieler, den ich noch weiter entwickeln kann, obwohl er schon sehr weit ist“, ist Ebersbach überzeugt.

Noel Lohmann

Vielleicht die größte Überraschung, denn der schmächtige Flügelspieler kam vom TSV Bassen aus der Bezirksliga, erzielte schon ein Tor und stand bereits viermal in der Startelf. „Er ist absolut positiv eingeschlagen, schon nach der Vorbereitung war das ein Spieler auf einem ganz anderen Niveau, weil er alles so schnell angenommen hat. Diesen Sprung hatte ich mir in ein oder anderthalb Jahren erhofft“, freut sich der Rotenburger Trainer. Allerdings muss Lohmann noch an seiner Robustheit arbeiten.

Große Überraschung: Noel Lohmann.

Luca Andresen

„Wo kommt er her?“, fragt Ebersbach rhetorisch und gibt die Antwort: „Aus der Kreisliga!“ Beim TSV Otterstedt kickte der 21-Jährige vor seinem Wechsel zum RSV – und erhielt trotzdem seine Spielzeit. Einmal startete er von Beginn an – als Sechser, auch wenn der Coach ihn noch defensiver sieht und meint: „Luca hat eine ganz tolle Ballruhe und Übersicht sowie ein starkes Kopfballspiel. Er ist für uns so ein bisschen der Innenverteidiger der Zukunft. Dieses Jahr wird ein Lehrjahr für ihn, aber wir haben ihn fest als Ablösung für Drewes im Blick.“

Leon Arizanov

In der Vorbereitung gehörte der 19-Jährige zu den Akteuren mit den meisten Spielanteilen. Doch dann schob sich im letzten Testspiel Yannick Chwolka auf der linken Abwehrseite an ihm vorbei und überzeugte seither mit konstant starken Leistungen. Mit Marcello Muniz gibt es dort noch einen weiteren Kontrahenten, sodass Ebersbach einräumt: „Auf seiner Seite hat er es nicht einfach. Zurzeit haben andere die Nase vorne, aber er ist ehrgeizig und bringt was mit.“

Peter Bolm

Der Pechvogel der bisherigen Saison mit null Einsatzminuten. Mit Vorschusslorbeeren gekommen, mit einer guten Vorbereitung auf Kurs – aber dann hatte der 18-Jährige quasi die „Reifenpanne“ und schleppte sich von einer Muskelverletzung im Oberschenkel zur nächsten. „Zweimal ist es beim Reifenziehen aufgebrochen. Er war quasi die komplette Hinrunde verletzt“, berichtet Ebersbach, betont aber: „Ich halte sehr, sehr viel von Peter. Er hätte definitiv seine Spielanteile bekommen, wenn er sich nicht verletzt hätte. Wir haben keinen Spieler, der mit so viel Wucht und Kraft kommt.“

Julian Paul

Undankbarer Job. Der vom TB Uphusen gekommene Keeper ist die Nummer drei hinter Fabiano Curia und Tom Knaak. „Zurzeit muss er mit der Rolle leben, ich erhoffe mir da aber noch einen Schub von ihm“, sagt Ebersbach über den 19-Jährigen, der somit nur in der Reserve zu einigen Kreisliga-Einsätzen kam.

Julian Deppe

Einen Neustart wird es nach der Corona-Pause für ihn beim RSV nicht geben. Der 19-Jährige aus Ritterhude quälte sich mit einer Rückenverletzung durch die bisherige Saison, verpasste dadurch die Chance auf Oberliga-Minuten und versucht es künftig beim für ihn näher gelegenen Ligarivalen FC Hagen/Uthlede.

Ben Zeigler

Er stieß später zum Kader, hätte auch erst im November nach einer Wechselsperre spielen dürfen – doch das verhinderte die Corona-Unterbrechung.

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