LIEBLINGSSTRECKE André Tekath radelt zum Grundlosen See und durch die Eibia

Unterwegs abseits der Straßen

Die ständigen Begleiter: André Tekath hat das Radfahren für sich entdeckt und ist oft mit einem Kumpel unterwegs.
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Die ständigen Begleiter: André Tekath hat das Radfahren für sich entdeckt und ist oft mit einem Kumpel unterwegs.

Visselhövede – Jahrelang war André Tekath in Visselhövede und den umliegenden Dörfern bekannt als Dauerläufer. Immer wieder war er in den Wohngebieten zu sehen. Das ist nun aber schon länger vorbei: Der Co-Trainer des MTV Jeddingen aus der 1. Fußball-Kreisklasse Süd hat seine Laufausrüstung gegen ein Fahrrad eingetauscht und ist nun auf zwei Rädern regelmäßig unterwegs.

„Beim Laufen konnte ich mich nach fünf bis zehn Kilometern irgendwann nicht mehr für noch mehr begeistern“, sagt Tekath. Für das Radfahren kann sich der 35-Jährige jedoch umso besser motivieren. Mehr als 4  500 Kilometer ist er in diesem Jahr schon gefahren. „Da habe ich mich selbst etwas erschreckt, als ich das Ergebnis gelesen habe“, erzählt der Mitarbeiter beim örtlichen Mineralölkonzern und lacht. „Aber während der Corona-Krise ist das immer mein Luxus, mal an Sonntagen rauszufahren, wenn wir normalerweise Fußballspiele gehabt hätten.“ Zu Beginn der Radkarriere war Luca Griech vom Fußball-Bezirksligsten VfL Visselhövede sein Ausflugspartner, mittlerweile fährt Fabio Böttcher aus Bothel regelmäßig mit Tekath mit.

Naturschutzgebiet Eibia ist „das Highlight“

Die meisten Kilometer der großen Jahresdistanz hat der Fußballer auf seiner Lieblingsstrecke zurückgelegt. Aus seinem Wohnort Nindorf geht es zunächst am Postmeilenstein vorbei und schnell über die Kreisgrenze in den Heidekreis und weiter nach Stellichte. Dort radelt Tekath vorbei an der Kirche. Wenn er Lust hat, die Strecke zu verlängern, geht es durch den Wald zu einem Besuch des Mausoleums. Von dort aus fährt er weiter durch Ebbingen Richtung Grundloser See.

Allerdings nutzt Tekath auf dem Weg nicht die Radwege an den Straßen. Er biegt meistens auf kleine Pisten abseits der viel befahrenen Wege ab. „Feldwege und Waldstrecken sind einfach am schönsten aus meiner Sicht“, betont Tekath. Er ist mit seinem Crossrad bestens ausgerüstet für seine Vorliebe für eine kleine Reise durch abgelegene Gebiete unter Bäumen.

Am Grundlosen See angekommen, führt die Tour zur Aussichtsplattform. Nach fast 15 Kilometern gibt es die erste Pause. Nach dem kurzen Verschnaufen schwingt er sich wieder auf das Rad Richtung Bomlitz und in die Eibia. Das Naturschutzgebiet ist für Tekath „das Highlight der Strecke“. Eine große Waldfläche lädt zum Abschalten ein. Die Cordinger Mühle wird passiert, und es geht auf engen Waldwegen durch das Gebiet. Deutlich mehr als 20 Kilometer sind nun schon in den Beinen.

Nach Cordingen führt die Strecke langsam zurück Richtung Heimat. Nächste Station ist Jarlingen. Der Weg wird so lange verfolgt, bis Kettenburg erreicht ist. Zuvor fährt er aber noch am Schafstall und dem kleinen Piratenboot vorbei. Es folgt der Schlussteil der Strecke. Es ist der längste Abschnitt direkt auf einer viel befahrenen Straße: „Der Schluss ist immer recht hart. Es geht gefühlt bis kurz vor Nindorf nur noch bergauf“, berichtet der Radfahrer. Schließlich erreicht Tekath nach rund zweieinhalb Stunden und rund 40 bis 50 Kilometern wieder sein Zuhause. Mehr als diese Distanz und Dauer muss es auch nicht sein. „Ich bin nicht auf der Jagd nach Rekorden und Bestzeiten“, sagt er.

Nun ist für Tekath die Winterpause eingeläutet – zwangsweise. Das Crossrad macht nicht mehr mit, sodass er ein neues benötigt. „Da die Fahrradläden aufgrund der Corona-Pandemie derzeit jedoch wieder geschlossen haben, muss ich eben ein wenig warten.“

Von Vincent Wuttke

Zwischen Wald und Wiesen: Der Nindorfer André Tekath liebt das Abenteuer abseits der Straßen auf seinem Crossfahrrad.
Natur und Idylle pur: Die Strecke führt am Grundlosen See vorbei.

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