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Unterstedts Jonathan Orth gibt den Teilzeit-Torjäger

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Von: Hendrik Denkmann

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Jonathan Orth (l.) jubelt, die Spieler der FSV Hesedorf/Nartum um Keeper Moritz Meyer (r.) schauen ungläubig hinterher.
Unterstedts Jonathan Orth (l.) jubelt, die Spieler der FSV Hesedorf/Nartum um Keeper Moritz Meyer (r.) schauen ungläubig hinterher. © Freese

Jonathan Orth wohnt in Essen und fehlt daher häufig bei den Spielen der SG Unterstedt. Am Samstag bewies unser Spieler der Osterwoche gegen Hesedorf sein Talent.

Unterstedt – Der Treffer von Jonathan Orth im Aufstiegsrundenmatch war nicht nur der zum 2:2-Endstand gegen die Kreisliga-Fußballer der FSV Hesedorf/Nartum. „Ich musste mir nach dem Spiel anhören, dass es auch ein typisches Jonathan-Orth-Tor war“, berichtet der Stürmer der SG Unterstedt. Der hatte nämlich den Ball erst vertendelt und im Liegen dann doch noch an Keeper Moritz Meyer vorbei geschoben. Der 26-Jährige weiß daher auch selbst: „Das war eher auf die unkonventionelle Art.“

Dies spiegelt sich auch im generellen Spiel von Orth wider. „Ich komme nur über das Tempo. Ich lege mir den Ball vor und versuche, den Spieler mitzureißen. Ein technisch begabter Spieler bin ich nicht.“ Genau diese Qualitäten wissen seine Trainer jedoch zu schätzen. Andreas Rosebrock sagt: „Johnny ist noch mal ein ganz anderes Kaliber.“ Patrick Werna schließt sich dem an und ergänzt: „Er hat mit seiner Art und Weise mitgerissen.“

Theo Kettenburg bringt Orth zum Fußball

Dass es für den Teilzeit-Torjäger aber nicht schon mehr als der eine Treffer und die drei Einsätze geworden sind, liegt daran, dass Orth in Gelsenkirchen seinen Master im Digitaljournalismus macht, nebenbei für das Fußballmagazin Reviersport schreibt und in einer Wohngemeinschaft in Essen wohnt. Seinen Abschluss plant er für das nächste Jahr und lässt damit bei der SG Unterstedt aufhorchen: „Wo es mich dann genau hinzieht, weiß ich noch nicht. Südlicher als das Ruhrgebiet sollte es aber nicht werden, eher wieder nördlicher. Nur direkt Rotenburg wird es zumindest nicht.“ Aufgrund einer kürzeren Distanz dürfte dann auch wieder mehr Zeit für Spiele am Wochenende und das eine oder andere Training unter der Woche sein. Aktuell geht Orth nur sporadisch laufen – mit Folgen: „Ich merke schon, dass mir die Kondition fehlt. Mehr als 45 Minuten hätten es am Samstag auch nicht sein müssen“, gesteht er. „Ich werde oft und gerne von Theo (Kettenburg, Anm. d. Red.) geschickt. Das war dieses Mal wirklich schwer wegen der Kondition.“

Kettenburg war es auch, der den Stürmer des Tabellendritten überhaupt zum Fußball brachte. Nach anhaltenden Knieproblemen entschied sich Orth 2016 mit dem Basketball bei den Hurricanes aufzuhören und sich Unterstedt anzuschließen. Dort ging es schnell von der dritten in die erste Herren und am Ende der Saison aus der 1. Kreisklasse in die Kreisliga. Der nächste Schritt in den Bezirk folgt zumindest in dieser Spielzeit noch nicht.

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