Unterstedter lässt nach verkorkstem Jahr wieder Tore sprechen / Ehrliche Worte

„Auch ohne mich Favorit“

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Ernste Miene: Maximilian Schulwitz hat ein verkorkstes Jahr hinter sich. Neuerdings geht der Angreifer für die SG Unterstedt erfolgreich auf Torejagd. Zuletzt traf er gleich acht Mal.

Unterstedt - Von Mareike Ludwig. Zwischenzeitlich hatte er die Freude am Fußballspielen schon verloren. Eine Schambeinentzündung setzte ihn ein halbes Jahr außer Gefecht. Nun ist er aber zurück: Maximilian Schulwitz. Der Stürmer, der eigentlich eine höherklassige Karriere anstrebt, schnürt neuerdings für die SG Unterstedt in der 2. Kreisklasse die Schuhe. Und das sehr erfolgreich: Mit acht Toren avancierte der 19-Jährige zum Goalgetter beim 18:0 gegen den TV Sottrum II.

„Wir haben eine sehr gute Mannschaft mit viel Potenzial. Das Team wäre aber auch ohne mich Titelfavorit“, ist sich der gebürtige Unterstedter sicher. Er macht jedoch keinen Hehl daraus, dass es auch sein Anspruch sein muss, als höherklassig erprobter Akteur „die Liga zu dominieren und mit Abstand Torschützenkönig zu werden“. Derzeit liegt er im Soll, hat er doch in drei Spielen 13 Tore erzielt.

In der abgelaufenen Hinserie war er noch für die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV aufgelaufen, ehe es ihn im Winter zum Landesligisten Heeslinger SC zog. Dort stand er jedoch nicht eine Minute auf dem Platz. Und auch beim RSV war er zuvor alles andere als erfolgreich, kam er doch als hoffnungsvolles Talent vom SV Werder Bremen an die Wümme. „Das letzte Jahr kann ich quasi streichen. Mein Kreuzband, das ich mir vor einigen Jahren gerissen hatte, hat mir immer wieder arge Probleme bereitet. Hinzu kam dann noch meine Schambeinentzündung, sodass ich nicht spielen konnte“, erzählt Schulwitz, dessen Enttäuschung in der Stimme zu hören ist. Bei seinem Heimatverein will er nach der langen Pause nun erstmal wieder reinkommen. „Bis vor vier Wochen habe ich schließlich gar kein Fußball gespielt“, erklärt der Einzelhandelskaufmann.

Während seiner Verletzungspause hat Schulwitz jedoch eine Alternative für sich entdeckt: Gerätetraining. Wie gerne er Gewichte stemmt, ist seinem muskulösen Oberkörper sofort anzusehen. Er gibt aber auch offen zu, dass er zu viel davon betrieben hat. „Ich kann es einfach nicht sein lassen und brauche den Ausgleich. Im Fußball hatte ich durch meine Zwangspause keine Erfolge mehr, diese habe ich dafür aber im Fitnessstudio gesehen.“ Und er fügt ehrlich hinzu: „Als Fußballer ist es natürlich völlig kontraproduktiv, da ich zu kräftig bin und mir dadurch die Dynamik fehlt. Ich habe das Pensum aber schon wieder deutlich reduziert und an Gewicht verloren.“

Langfristig sieht sich Schulwitz bei einem höherklassigen Verein in der Landes- ober Oberliga, auch wenn er für diese Saison bei der SG Unterstedt im Wort steht. „Das Jahr ziehe ich hier durch. Lose Anfragen hat es aber schon gegeben. Dafür muss ich aber erstmal über eine längere Dauer schmerzfrei bleiben“, sagt Schulwitz.

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