Beim 3:0 im Kreisliga-Derby noch gnädig

Unterstedt ist Stadtmeister

Auch mit einem großen Ausfallschritt kann Rotenburgs Robert Packmor (vorne) nicht verhindern, dass Leon Linke den Ball vorbeispielt. Hinten beäugt Kay Slominski die Szene, während sich manch Zuschauer beim zwischenzeitlichen Regenfall zu helfen weiß. - Foto: Freese
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Auch mit einem großen Ausfallschritt kann Rotenburgs Robert Packmor (vorne) nicht verhindern, dass Leon Linke den Ball vorbeispielt. Hinten beäugt Kay Slominski die Szene, während sich manch Zuschauer beim zwischenzeitlichen Regenfall zu helfen weiß.

Unterstedt - Von Matthias Freese. Die inoffizielle Stadtmeisterschaft in der Fußball-Kreisliga ist entschieden – und zwar eindeutig. Mit einem 3:0 (2:0)-Derby-Heimsieg hat Aufsteiger SG Unterstedt dem Rotenburger SV II den Rang abgelaufen. Dabei waren die Gastgeber noch gnädig. „Wir können froh sein, dass es nicht noch das eine oder andere Tor mehr geworden ist“, räumte RSV-Coach Christoph Drewes ein.

Unterstedt rehabilitierte sich für den unterirdischen Auftritt unter der Woche beim TV Stemmen (0:3) und findet rechtzeitig vor dem Marathon-Saisonendspurt mit vier Partien in acht Tagen zur wahren Form zurück. Zwei weitere Spiele könnten sogar noch dazukommen, wenn das Pokalfinale erreicht wird.

„Wir haben die ersten 15 Minuten Probleme gehabt, dann haben wir Rotenburg im Griff gehabt“, stellte Unterstedts Coach Uwe Delventhal fest. Und sein Kompagnon Fabian Knappik ergänzte: „Nur vorne sind wir zu fahrlässig mit den Chancen umgegangen.“ Dabei zahlten sich die Umstellungen aus. Vorne setzte das Duo auf Tobias Delventhal und Leon Linke als Doppelspitze, dahinter verdichtete ein Quartett bestehend aus Hannes Kettenburg, Lukas Tohoff, Florian Liszkowski und Dogan Örper das Mittelfeldzentrum, während die Flügel blank blieben.

Christoph Drewes bekam hingegen von seinen Mannen überdurchschnittlich viele Fehlpässe und Ballverluste geboten und sah sich noch vor der Pause dazu veranlasst, Patrick Brillowski als Sturmspitze zurückzuziehen und dafür Mark-Michael Völker nach vorne zu beordern – doch auch er bekam kaum Bälle. Letztlich setzte sich nur Youngster Hauke Riebesehl bei den Gästen positiv ab. Erst zum zweiten Mal hatte Drewes ihn als Sechser aufgeboten – und glaubt, damit die optimale Position gefunden zu haben. „Er hat als einziger kämpferisch wirklich alles gegeben“, betonte der Coach. Fünf, sechs andere Akteure standen dafür neben sich.

Auf Seiten des Siegers gab es solche Ausfälle nicht. Dogan Örper als Antreiber, vor allem aber auch Ogur Beslenmis als rechter Außenverteidiger, der auch in der Schlussphase Akzente mit seinen Flanken oder aber per Kopfball setzte, stachen noch heraus.

Mit einem Lattenhammer durch Örper übernahm Unterstedt quasi die Kontrolle über das Spiel (14.). Beim Flugkopfball von Christopher Hesse zeigte Keeper Sebastian Lauridsen noch einen starken Reflex (22.), das 1:0 durch Leon Linke vermochte er aber nicht mehr zu verhindern (29.). Beim 2:0 durch den Ex-Rotenburger Delventhal übernahm Gegenspieler Janno Hornig die Statistenrolle (37.), beim 3:0 verwertete Florian Liskowski eine Örper-Vorarbeit (50.).

Mehrfach brannte es noch im Strafraum der Drewes-Elf, die nur zwei Chancen besaß: Alexander Klaue verzog (85.), ebenso der eingewechselte Henning Schwardt (89.). Der Altherrenspieler half übrigens zum ersten Mal in dieser Saison aus – gab allerdings nicht wie früher den Innenverteidiger, sondern den Stürmer. „Wenn schon, dann wollte ich mich auch austoben“, kommentierte er sein ungewöhnliches Comeback ab der 70. Minute. Coach Drewes blieb unterm Strich aber nur die Feststellung: „Meine Jungs haben da irgendwas verwechselt. Derby-Charakter schien das Spiel für sie nicht zu haben.“ Die SG Unterstedt sah das offensichtlich anders – siehe Ergebnis.

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