Neues aus der Fußball-Kreisliga

Unterstedt schnappt sich Slominski

In der abgebrochenen Saison waren Kay Slominski (am Ball) und Matthias Walker noch Gegenspieler – künftig machen sie gemeinsame Sache.  
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In der abgebrochenen Saison waren Kay Slominski (am Ball) und Matthias Walker noch Gegenspieler – künftig machen sie gemeinsame Sache.
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Unterstedt – Kay Slominski hat ganz offensichtlich einen nachhaltigen Eindruck bei der SG Unterstedt hinterlassen. Schließlich war es der zentrale Mittelfeldspieler gewesen, der im November mit seinem Tor vom Elfmeterpunkt den Rotenburger SV II im Stadtderby der Fußball-Kreisliga zum 1:0-Sieg bei den favorisierten Grün-Weißen geschossen hatte. „Ich habe sie ein bisschen geärgert“, erinnert er sich noch genau. Damit das in der nächsten Saison nicht wieder passiert, haben die Unterstedter den Routinier, der am Freitag seinen 30. Geburtstag feiert, verpflichtet. Gleichzeitig gewannen sie damit das Tauziehen gegen einige andere höherklassigere Konkurrenten.

Bezirksligist TV Sottrum machte kein Geheimnis aus seinem starken Interesse an Slominski. Auch Kreisligist FSV Hesedorf/Nartum und Bezirksliga-Aufsteiger VfL Visselhövede sollen sich um ihn bemüht haben. „Es gab einige Anfragen, aber Unterstedt hat mich am meisten angesprochen. Die Mannschaft ist sehr talentiert und ehrgeizig, das Potenzial ist enorm groß. Es hat sich dort eine unglaubliche Team-Dynamik und ein beeindruckender Team-Spirit entwickelt. Außerdem wollte ich noch mal eine neue sportliche Herausforderung haben, etwas ganz Neues entdecken und ausprobieren“, erklärt Slominski seine Zusage.

Ein Verbleib bei der RSV-Reserve sei für ihn übrigens kein Thema gewesen, nachdem feststand, dass das Trainerteam mit Patrick Werna, Alexander Bese und Christopher Kiel dort aussteigen würde. Angesichts des Wechsels zum direkten Stadtrivalen gesteht der erfahrene Akteur aber mit einem Augenzwinkern: „Dass ich da mal landen würde, hätte ich mir vor zwei, drei Jahren nicht träumen lassen.“ Und doch erhielten die Unterstedter den Vorzug vor dem TV Sottrum, obwohl er mit diesem 2019 aufgestiegen war und an den er immer noch „sehr positive Erinnerungen“ hat.

Auch Nicolas Ottens gibt seine Zusage

„Wir haben einen passstarken Spieler, der auch Ruhe reinbringt, gesucht. Und da ist Kay in der Liga der Topmann. Er ist der, der uns noch gefehlt hat. In meinen Augen ein dickes Ausrufezeichen, wenn man bedenkt, wer da dran war“, hält Unterstedts Kapitän Florian Liszkowski große Stücke auf Slominski. Zusammen mit Hannes Kettenburg, Kristan Baden und Nisar Atris dürfte das Zentrum im Mittelfeld damit bestens aufgestellt sein. „Ich hebe den Altersschnitt“, weiß Slominski. „Deshalb will ich versuchen, mit meiner Erfahrung den jungen Leuten zu helfen. Tempo ist ja genug vorhanden, allein durch Leon Linke und Daniel Moderau – es geht darum, dass sie Futter von mir kriegen.“

Darüber hinaus hat die SG Unterstedt einen weiteren jungen Akteur von sich überzeugt: Vom TV Hassendorf aus der 1. Kreisklasse kommt mit Nicolas Ottens ein Offensivspieler für die Außenbahn, der schon in der Jugend für die JSG KAWU gespielt hat. In Hassendorf hatte sich der 20-Jährige in den vergangenen beiden Jahren zum Stammspieler entwickelt. Mit Janno Hornig (Rotenburger SV II) und Kevin van Detten (VfL Visselhövede) stehen nun bereits vier Neuzugänge auf der Unterstedter Habenseite. „Wir hatten gesagt, dass wir uns breiter aufstellen müssen. Weg aus der Komfortzone, hin zu ein bisschen mehr Konkurrenzkampf“, sagt Liszkowski und glaubt: „In meinen Augen haben wir jetzt wirklich einen starken und breiten Kader für die Kreisliga.“ Somit muss es nicht wieder dazu kommen, dass (wie in der jüngsten Saison passiert) gleich drei gelernte Torhüter auf dem Platz stehen – einer im Kasten (Phillip Krüger), zwei als Feldspieler (Sebastian Lauridsen, Tim Genkel).

Saisonziel: Ganz oben dabei sein

Außerdem nimmt das Trainer-Trio Fabian Knappik, Uwe Delventhal und Patrick Werna auch noch zwei U 19-Spieler künftig fest mit in den Trainingskader auf – Simon Maruhn sowie Benneth Pfeiffer. Und auch Daniel Moderau steht dem Vorjahresfünften weiterhin zur Verfügung. Der Offensivmann hätte bis Jahresende eigentlich wegen eines Auslandssemesters in Mexiko gefehlt – doch wegen des Coronavirus wurde das nun erst einmal gecancelt. Somit bleibt es lediglich beim Abgang von Aleksandr Friauf (TuS Hemsbünde). Kein Wunder, dass die Ziele dadurch steigen – zumal aus der Bezirksliga keine Mannschaft runterkommt: „Dass wir ganz oben dabei sein wollen, machen wir ja jetzt deutlich“, verzichtet auch Liszkowski auf überflüssiges Understatement.

Von Matthias Freese

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