KREISLIGA-INTERVIEW Borreir Nasir über seine erste Saison im Herrenbereich

„Unterstedt war eine Option“

Borreir Nasir (r., hier gegen Sottrums Denis Neufeld) traut dem RSV II in der kommenden Serie die Top drei zu. Foto: Freese

Rotenburg - Von Nicolas Tréboute. Mit 24 Einsätzen in der Fußball-Kreisliga gehört Borreir Nasir in seiner ersten Saison im Herrenbereich beim Rotenburger SV II einerseits zu den Konstanten. Andererseits ging es dabei für den 18-jährigen Abiturienten, der vom JFV Verden/Brunsbrock zu den Wümmestädtern stieß, über die volle Distanz. Im Interview vor der Partie beim MTV Hesedorf am Sonntag (15.00 Uhr) spricht der Offensivspieler (vier Tore) über die Schwierigkeiten des Übergangs in den Herrenbereich, die schlechte Rückrunde seines Vereins und seine bis dato beste Partie.

Wie bewerten Sie Ihre erste Saison im Herrenbereich?

Dafür muss ich etwas ausholen. Ich habe ja im Jugendbereich in Verden in der Landesliga gespielt, sodass ich dachte, die Kreisliga würde eher eine Nummer kleiner sein. Das Niveau ist aber sehr hoch. Ich musste mich erst einmal an das Tempo gewöhnen. Insgesamt besteht also Luft nach oben.

Bei 24 Einsätzen haben Sie nur neunmal über 90 Minuten gespielt. Was sind die Gründe dafür?

Da ich in Verden am Ende verletzt war, hatte ich Probleme wieder reinzukommen. Wenn ich begonnen habe, hat es von der Ausdauer nicht immer gepasst. Das habe ich öfter in der zweiten Halbzeit gemerkt. Außerdem war ich neu im Team und musste mich erst mal einfinden.

Was war der Grund für Sie, zum RSV zu wechseln?

Ich wohne hier und habe in der Jugend auch in Rotenburg gespielt. Außerdem kannte ich viele Spieler schon, Patrick Werna war in Verden mein Trainer. Darüber hinaus ist immer viel Zeit für die Zugfahrten nach Verden draufgegangen.

Gab es denn auch andere Vereine, die an Ihnen Interesse hatten?

Da muss ich erst mal überlegen, was ich sagen darf (lacht). Unterstedt war eine Option, da hätte ich auch gerne gespielt. Aber am Ende ist es doch Rotenburg geworden.

In der Rückrundentabelle steht der RSV II auf einem Abstiegsplatz. In diesem Jahr gab es erst einen Sieg. Wo liegen aus Ihrer Sicht aktuell die Probleme?

Wir haben seit dem Wechsel von Christoph Drewes zu Patrick Werna ein komplett neues Trainerteam, das ebenso wie unsere Mannschaft sehr jung ist. Da fehlt es einfach an Erfahrung. Ich glaube aber, dass wir nächste Saison wieder voll angreifen.

Was heißt angreifen?

Dass wir um die ersten drei Plätze mitspielen, so wie in der Hinrunde. Da haben wir gegen Sottrum beim 0:0 einen Kampf geliefert und 1:1 gegen Unterstedt gespielt.

Welches war Ihr bisher bestes Spiel der Saison?

Gegen Selsingen waren beide Spiele gut, aber am besten war ich beim 1:1 gegen Bremevörde. Da habe ich das erste Mal über 90 Minuten gespielt und konnte mich beweisen. Danach ist auch mein Selbstvertrauen gestiegen. Das ist bei mir ein großer Faktor. Je mehr Tore ich erziele, desto mehr Selbstvertrauen bekomme ich.

Wie groß ist Ihre Angst bei sechs Punkten Vorsprung auf Selsingen und dem besseren Torverhältnis noch auf den Relegationsplatz zu rutschen?

Da müsste Selsingen schon ziemlich durchdrehen. Wir wollen es aber ohnehin selbst in die Hand nehmen.

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